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Gestern Abend kam ich in den Genuss der Freilicht-Theateraufführung „Alice im Wunderland“ der Dramatischen Bühne im Frankfurter Günthersburgpark.
Knapp eineinhalb Stunden lang führte die neugierige Alice uns Besucher durch die Parkanlage und nahm uns dabei in die aus Lewis Carrols Erzählung bekannte Traumwelt mit. Stationen der Reise auf der Jagd nach dem weißen Kaninchen wurden fantasievoll von den übrigen Darstellern des Ensembles dargestellt. Hier und da war das Publikum aufgerufen, ein kniffliges Rätsel zu lösen, um die Reise fortsetzen zu dürfen.
Jede der wunderlichen Figuren erinnerte Alice und ihre „Geburtstagsgesellschaft“ stets an den wichtigsten Grundsatz in der anderen Welt: „Nicht aufwachen!“
Geschickt eingebunden wurden dabei auch die nachfolgenden Gruppen (insgesamt drei), die mit ihrer eigenen „Alice“ unterwegs waren: „Seht, da ist noch eine Alice in einer anderen Zeit.“
Selbst ich als absoluter Kulturbanause kann nur empfehlen, der Dramatischen Bühne einen Besuch abzustatten. Heute und morgen wird „Alice im Wunderland“ noch im Günthersburgpark aufgeführt. Das abwechslungsreiche Programm des Ensembles lässt sich auf der Homepage der Dramatischen Bühne nachlesen.
Es ist echt schade, dass Apple mit Safari 4 seit gestern einen super schnellen Browser in der Finalversion anbietet, die Tableiste aber vom oberen Fensterrand wieder an die mittelalterliche Position zwischen Adresszeile und Anzeigefenster verbannt. Enttäuschend, finde nicht nur ich.
Ich boykottiere den neuen Safari zumindest am iMac, bis sich da was tut (oder per Terminal tun lässt).
Wenn eine Vorlesung nicht gerade spannend ist, ergeben sich hin und wieder interessante kreative Ergüsse. Ich möchte euch ein kürzlich von mir in einer solchen Situation verfasstes Gedicht nicht vorenthalten:
Fräß’ die Maus nicht so viel Käse,
wär’ sie nicht so dick gewäse’.
Frisst zu viel der junge Hund,
wird er im Alter kugelrund.
Den Bären, dieses dicke Vieh,
zwingt seine Wampe in die Knie.
Fräß’ das Huhn sein eig’nes Ei,
wär’ es bald so fett wie drei.
Trinkt von der eig’nen Milch die Kuh,
nimmt sie schnell hundert Kilo zu.
Frisst das Pferd die Koppel leer,
wird das Vieh erstaunlich schwer.
Nachdem am 7. Juli sein neues Coveralbum „In Living Cover“ erscheint, kommt Jay Brannan im September für fünf Shows nach Deutschland – unter anderem endlich in meine Nähe.
Wow, das hat mich – und ich würde mich schon als waschechten Trekkie bezeichnen – ganz schön hin und her gerissen gestern Abend: In der Vorpremiere von „Star Trek“ erlebte ich, wie ein – mein – Universum mit einem Feuerwerk fulminant wiederbelebt und gleichzeitig gesprengt wurde.
Denn Star Trek XI, war nicht Star Trek 11. So nennt ihn zwar die Presse, aber das ist er nicht. Star Trek ist Star Trek I, die Nummer 1. Alles ganz neu. Alt bekannte Namen finden sich schon: Enterprise, Kirk, Spock, Scotty, Uhura, McCoy, Pike, Chekov, Sulu. Doch der Anfang des Films reißt alles aus den Fugen: Ein romulanischer Racheengel aus der Zukunft reist in die Kurz-vor-Kirk-Zeit, um die Zerstörung seines Heimatplaneten in ferner Zukunft zu rächen und letztendlich zu verhindern. Und wenn man Star Trek mit Zeitreise mischt, kommt meist etwas dabei heraus, was Verwirrung stiftet.
Für sich genommen ist Star Trek ein Sci-Fi-Epos, ein Film der Spitzenklasse, voller Spannung, Action, Effekten, Humor. Star Trek, wie wir es einst kannten und liebten, bevor einiges im Sand verlief und Potentiale ungenutzt blieben.
Doch ich musste am Ende die bittere Pille schlucken, dass LOST-Produzent J. J. Abrams und die Autoren des jüngsten Trek-Abenteuers einen Neuanfang wollten. Weil er nötig war. Ein weiteres Prequel à la „Star Trek: Enterprise“ hätte nicht genug Raum für mehr Star Trek in der Zukunft geliefert. Das neue Alternativuniversum, in dem einiges anders ist, trägt im Herzen die Idee Star Trek, doch unter dem Facelift ist Platz für weitere Abenteuer: Ein Sequel ist schon in Planung. Die „neue Zeitlinie in Harmonie mit der alten Zeitlinie“, sagen die Autoren [via Treknews.de].
Nun müssen sich nur noch die Hardcore-Fans überzeugen lassen. Ich ringe noch mit mir, wie weit mich das gestern Gesehene aus der Bahn wirft und ob ich etwas akzeptieren kann, dass neben dem Gekannten als Neues friedlich existieren kann. Dennoch hoffe und glaube ich, dass Star Trek das Zeug hat, neue Fans zu gewinnen und dem verwaisten Universum wieder Leben einzuhauchen.
Ich habe hier bewusst nicht zu viel verraten wollen. Inhaltsangaben gibt es woanders. Eins sei jedoch gesagt: Story, Darsteller, Atmosphäre, Effekte. Alles stimmt und fesselt mühelos zwei Stunden lang.
Star Trek ist ab heute im Kino zu sehen. Schaut es euch an.
Hin und wieder kommt es vor, dass man auf dem Weg durch die Regale des Elektrofachmarkts ein Schnäppchen macht. So ging es mir gestern, als ich für sage und schreibe 10 Euro das Spiel „de Blob“ für Nintendo Wii erstand.
Worum geht es? Chroma City und seine Bewohner werden von der bösen INKT-Corporation drangsaliert, die die einst kunterbunte Stadt in eine schwarz-weiß-graue Einöde verwandelt hat. Nur eine Hand voll Untergrundkämpfer, allen voran Protagonist de Blob können Chroma City noch retten.
Eigentlich besteht das Spielprinzip daraus, den knuffigen und stets aufgedrehten de Blob durch die tristen Straßen Chroma Citys zu lotsen, dabei Farbe einzusammeln und diese an die Häuserwende zu klatschen. Das ganze findet auf der Basis von Leveln statt, in deren Verlauf bestimmte kleinere und größere Aufgaben zu erledigen sind. Für jedes bemalte Haus, jede gelöste Aufgabe und überhaupt eigentlich so ziemlich alles gibt es Farbpunkte. Ist eine bestimmte Punktzahl erreicht, schaltet sich das Tor zum nächsten Levelabschnitt frei.
Die Missionen finden jeweils bei begrenzter Zeit statt, zudem tickt eine Art globaler Timer, der nicht ablaufen darf, da die INKT-Corporation die Untergrundorganisation de Blobs sonst enttarnt. Neben der Zeit sind die Soldaten der INKT-Corporation der schlimmste Gegner, denn sie setzen de Blob mit Tinte zu, die seine Farbe aussaugt und ihn schließlich zum Levelanfang zurück katapultiert (Game Over).
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