20. Mrz. ’07
20:59
von Florian / 1 Reaktion
Es muss einfach nicht immer das tolle 3D-Action-Game sein, wenn einen der Spieltrieb packt. Wer sich auf dem Mac etwas die Zeit vertreiben möchte, wird möglicherweise mit diesem Klassiker seinen Spaß haben: Tetris – oft gespielt, nie wirklich langweilig geworden. Ich habe die beiden Tetris-Klone Cubes von GrassGames und Quinn von Simon Härtel einem umfangreichen [...]
Es muss einfach nicht immer das tolle 3D-Action-Game sein, wenn einen der Spieltrieb packt. Wer sich auf dem Mac etwas die Zeit vertreiben möchte, wird möglicherweise mit diesem Klassiker seinen Spaß haben: Tetris – oft gespielt, nie wirklich langweilig geworden. Ich habe die beiden Tetris-Klone Cubes von GrassGames und Quinn von Simon Härtel einem umfangreichen Praxistest unterzogen, was bei diesem Spiel einfach nur heißt: am Rande der Sucht zocken.
Im Prinzip kann man bei dem einfachen wie genialen Spieleprinzip nicht viel verkehrt machen. Steine regnen in verschiedenen Formen und Farben von der virtuellen Decke herab und müssen so zusammengebaut werden, dass möglichst keine Lücken entstehen. Ist eine Linie komplett, verschwindet sie und es gibt massig Punkte. Je länger der Spaß andauert, desto schneller fällt der Bauklötzchennachschub. Dann heißt es: Fingerfertigkeit beweisen. Mehr muss man eigentlich nicht wissen. Die ganz Strebsamen finden geschichtliche Hintergründe etc. bei Wikipedia.
Vor einigen Monaten stieß ich auf der Suche nach einem Spielchen für Zwischendurch für den Mac auf Cubes. (Gibt es übrigens auch für Windows!) Schön bunt, wenn auch optisch für mich als verwöhnter Apfel-Nutzer eher… nun ja… etwas gewöhnungsbedürftig. Es kommt in seiner ein wenig altbacken daher und erinnert eher an Zeiten, die ich nur von Fotos kenne. Dennoch erfüllt es seinen Zweck. Die Besonderheit bei Cubes ist die Möglichkeit, die Spielfläche dreidimensional zu neigen. Mich persönlich irritiert das eher, doch es kann auch eine nette Abwechslung sein.
Nervig ist meiner Meinung nach der Einstellungsbildschirm bei jedem Start für Auflösung und Fenstergröße, den man auch in das eigentliche Optionsmenü hätte integrieren können. Durch die Highscorelist, die einerseits die lokalen Punkte speichert und andererseits bei vorhandener Internetverbindung weltweite Konkurrenz darstellt, werde ich nach jedem Spiel wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. 1000000 Punkte reichen einfach noch nicht.
Scheinbar etablierter in der Mac-Welt und auch eher im Stil einer Applikation unter Mac OS X kommt Quinn daher. Das kurze Hüpfen der Steine beim Aufprall, die moderne Oberfläche und die gutgängige und anpassbare Steuerung lassen das Herz in jeder Mittagspause höher schlagen. Hintergrundbild und Bausteintextur lassen sich einfach per Drag-and-Drop in das Spielfeld ziehen und stehen sofort zur Verfügung. So bin ich das gewohnt und so mag ich das. Zusätzliche Texturen gibt es auf der Seite des Entwicklers.
Quinn lässt sich zudem mit mehreren im Netzwerk gegeneinander spielen. Das habe ich selbst noch nicht ausprobiert, stelle es mir aber lustig vor. Wer im LAN keine Mitspieler findet, sollte sich einfach mal im Internet umsehen. Über die Quinn Server können Online-Challenges ausgetragen werden.
Ja, ich habe jetzt wirklich so viel über zwei Tetrisklone geschrieben. Klarer Testsieger ist, wer hätts gedacht, Quinn. Das Programm hat einfach alles und noch etwas mehr, was man aus Tetris herausholen kann. Dennoch hat mir Cubes lange Zeit gute Dienste erwiesen, bis ich auf Quinn aufmerksam wurde. Daher sollen beide hier Erwähnung finden, sodass jeder Mittagspausenzocker seine Entscheidung treffen kann. Beider Programme sind Freeware, Cubes wie erwähnt sogar für Windows erhältlich.
Für Kandidaten mit Downloadverbot am Arbeitsplatz – oder wenn der Speicher einfach nicht mehr reicht: Bei Neave gibt es neben anderen Spieleklassikern den genialen Tetris-Klon N-Blox. Hierfür wird lediglich ein Webbrowser und das Flash-Plugin benötigt.
In diesem Sinne, frohes Zocken! (Und nicht süchtig werden…)
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