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Sommergefühle

Der Sommer ist da. Überall grünt und blüht es. Quietschfidel spielen Kinder an einem Brunnen, die Eisverkäufer freuen sich ein Loch in den Bauch und der Himmel strahlt fröhlich und blau auf uns herab. Diese Vorstellung versuche ich mir stets ins Bewusstsein zu prügeln, wenn ich schlecht gelaunt und vor Körpersäften triefend bei gefühlten 100°C (Umluft 80°C) im überfüllten Regionalexpress sitze – wahlweise in Richtung Frankfurt oder Gelnhausen fahrend.

So ging es mir in den letzten Tagen. Wenn dann, wie am Dienstag, der Zug auch noch 45 Minuten (in Worten: fünfundvierzig verdammte Minuten!) Verspätung hat, wünsche ich Bahnchef Hartmut Mehdorn, dass die Klimaautomatik in seinem 7er-BMW ausfällt und an der nächsten roten Ampel eine seriös aussehende Mitvierzigerin mit dem ultra-nebenhöhlenverstopfenden Duft Marke „Bleischwere No. 3“ zu ihm auf die Rückbank klettert. Hallo? Dann lieber nach Schweiß stinken. ;-)

Ich habe nun also für mich beschlossen: Ich liebe den Sommer, ich liebe die Sonne! – Aber bei dem Wetter Bahnfahren oder gar in irgend einer Form Bewegung ausüben geht garnicht.

Und hier noch ein Tipp für alle, die nach einigen Stunden sitzender Tätigkeit schamgerötet ihre Hose nach „Wasserflecken“ absuchen: Ihr fühlt sie, aber sie sind nicht da! Ganz ruhig. Schönes warmes Wochenende!

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die (noch) nicht kommentierfreudige Leserin Katinka für die versprochene Duftprobe. Das weckt Erinnerungen!

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