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Bitte helft mir: Blogdilemma

Wann kommt ein Blogger in die Midlifecrisis? Vielleicht so in etwa nach einem Jahr? Offenbar schon. Denn mein Projekt flomiscuous, dieses Projekt, steht kurz vor seinem ersten Geburtstag. Am 24. Februar 2007 08. März 2007 verfrachtete ich alte Beiträge hier her und begann das Schreiben unter dem neuen Banner. 353 Beiträge und 338 Kommentare/Trackbacks später herrscht jedoch leider alles andere als Feierstimmung.

Das Problem

Denn ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll. Irgendwie bin ich schon stolz auf mein kleines Blog. Aber da sind auch so ein paar Dinge, die mich stören:

  • Die Themenvielfalt, die ein Personality-Blog nun einmal so mit sich bringt (zurzeit zähle ich 32 Kategorien!), lässt eine klare Linie vermissen. Möglicherweise ist das auch einer der Gründe, warum ich mich zwar über steigende Leserzahlen, nicht aber über das gewünschte Maß an Feedback freuen kann. Wenn man über alles bloggt, was einen interessiert (Leben, Mac, Politik, Dies und Jenes, …), und noch dazu an ein und der selben Stelle, wird es halt schnell zu einem Einheitsbrei ohne wirkliche Zielgruppenrelevanz.
  • Ein Podcast wäre toll. Damit liebäugele ich schon länger. An technischer Ausstattung (Hard- und Software) mangelt es freilich nicht. Aber ich bin mir aufgrund o.g. Problematik nicht sicher, ob ich dem Riesen-Themenwirrwarr noch ein weiteres Puzzleteil hinzufügen möchte.
  • Ordnung ist das halbe Leben. Man mag es beim Blick auf meinen (chaotischen) Schreibtisch nicht bemerken, aber im Prinzip bin ich ein ordnungsliebender Mensch. Ein Blick in meine Sidebar oder meine Tagliste (aktuell 362 Tags) lässt mir die Haare zu Berge stehen. Irgendwie habe ich das gesunde Mittelmaß zwischen Kategorien und Tags noch nicht gefunden. Man sollte Kurse zu dem Thema geben.

Lösungsansätze

So weit, so schlecht. Eigentlich läuft alles auf mangelnde Übersicht, Struktur, Ordnung hinaus. Wie aber kriegt man das in den Griff? Ich zerbreche mir seit Tagen den Kopf und könnte mir bisher folgende Alternativen vorstellen:

  • A: Alles bleibt wie bisher und ich schlucke meinen Frust über das ganze Chaos einfach ganz tief runter.
    (Sicher nicht gerade die befriedigende „Lösung“.)
  • B: Aufräumen! Tags ausmisten, Kategorien ausmisten. Beiträge umsortieren. Irgendeine eindeutige Kennzeichnung einführen, sodass man auf den ersten Blick z.B. Beiträge zum Thema Mac, Studium, Zeitgeschehen, etc. identifizieren kann.
    (Viel Arbeit, aber bringt es wirklich den gewünschten Effekt? Sicher wird dann alles ein bisschen übersichtlicher, aber ein Einheitsblog bleibt es trotzdem.)
  • C: Weniger ist mehr. Einige Themengebiete werden ersatzlos gestrichen. flomiscuous wird zum Ein-Thema-Blog.
    (Nur wie dumm schaue ich dann aus der Wäsche, wenn mir (einmal mehr) was themenfremdes unter den Nägeln brennt?)
  • D: Mehr ist mehr, aber irgendwie weniger, oder so. Einige Themen werden in eigene Bereiche/Blogs ausgegliedert. Natürlich wird nicht jede Rubrik ein eigenes Blog (so viel Zeit hätte ich gern), aber zum Beispiel für das Thema „Mac, iPod, iPhone“ bzw. „Apple“ allgemein würde sich das wunderbar eignen.
    Was wird dann aus flomiscuous?
    • D1: flomiscuous wird zu einer Portalseite, die einen groben Überblick über die Inhalte aller Projekte gibt, sowie interne Meldungen (z.B. Serverausfall, technische Probleme, Updates, etc.) enthält.
    • D2: flomiscuous bleibt ein persönliches Blog. Inhalt: Mein Leben, Studium, Fundstücke (Links, YouTube), Musik- und Filmtipps.

Fazit

Mein persönlicher Favorit wäre eigentlich D2. Fakt ist, ich möchte klarere Strukturen (vor allem bezogen auf die thematische Ausrichtung), mehr Ordnung und irgendwie auch mehr Ernsthaftigkeit. Gleichzeitig will ich flomiscuous auch nicht ganz aufgeben oder zu einer vorgeschalteten Eingangstür verkommen lassen. Die technische Umsetzung sollte kein Problem sein. Damit keine Permalinks flöten gehen (denn ein paar Seiten verlinken tatsächlich auch auf meine Beiträge, juhuu!), würde ich die bisherigen Beiträge in einer speziellen Archivrubrik so oder so an Ort und Stelle belassen.

So, lieber Leser, liebe Leserin, nun danke ich dir, dass du dir mein Gejammer bis hierhin angehört angelesen durchgelesen hast. Mit noch mehr Dankbarkeit, Werschätzung, ja: Liebe würde ich dich überschütten, wenn du mir bei der Entscheidung helfen würdest, indem du in einem kleinen Kommentar deine Meinung zu dem Thema (sofern es denn eine solche gibt) kundtust. Herzlichen Dank!

Was meinst’n du?

Es gibt bisher 2 Reaktionen auf diesen Beitrag.

1 Track-/Pingback

  1. Pingback: Frühjahrsputz bei flomiscuous (Teil 1) – flomiscuous am 25.02.2008, 15:41 Uhr

    [...] mit dem Jammern! Es geht endlich wieder vorwärts hier in meinem lauschigen kleinen Weblog. Soeben habe ich [...]

1 Kommentar

  1. Das Problem hatte ich auch vor ner Weile. Bei mir hat das Ausmisten von Tags, Kategorien und Beiträgen geholfen. Die ganzen “Altlasten” habe ich entfernt, und als ich fertig war war auch der Spaß am Bloggen wieder da. Es befreit einen schon, wenn das ganze in geordneten Bahnen verläuft und man sich der geschaffenen Struktur erfreuen kann.

    Das mit den Tags war allerdings das schwerste: Wie tagge ich Beiträge richtig, ohne dann gleich hundert verschiedene Tags zu haben? Ich habs mit nem Mittelweg versucht. Meine vorher recht große Kategorie-Anzahl habe ich auf neun reduziert, die nun alles wesentliche aufnehmen. Und dann habe ich die Tags als eine Art Unterkategorie gesetzt, die mir das Strukturieren innerhalb der Kategorie erleichtern. Zwar nicht ganz im Sinne des Erfinders, aber es läuft! Und das sogar sehr gut :)

    Daher würde ich dir einfach Antwort B empfehlen. Damit bewahrst du dir die Vielfalt, die ich an Blogs so liebe, beseitigst aber die Quelle deines Unmuts.
    Themenblogs finde ich persönlich ziemlich langweilig, da gehts immer nur um das eine… Da lob ich mir einen vielschichtigen Blog wie du und ich ihn führen. Ist viel spannender :) Und wenn einem das eine Thema nicht passt, wird halt das nächste gelesen.

    Und dann siehs mal so: Du bloggst doch für dich, oder? Nicht für Kommentare. Die sind das i-Tüpfelchen, geht zumindest mir so.

    Machs im Endeffekt so, wie du es willst, und wenn du nicht weißt, was du willst, dann stell es fest. Kann ruhig ne Weile dauern, ich schmeiß niemandem ausm Feedreader weil er einen Monat nichts schreibt ;)

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