01. Mrz. ’08
10:22
von Florian / keine Reaktionen
Die Kinobesuche häufen sich in letzter Zeit stark und angesichts der Jahreszeit ist das auch kein Wunder. Jedenfalls war ich gestern Abend gemeinsam mit Jeli, Manu und Jojo in „8 Blickwinkel“ mit Dennis Quaid.
Grundsätzlich ist die Idee des Films nicht neu: Ein zentrales Ereignis wird aus verschiedenen Perspektiven mehrfach erzählt. Hieraus ergeben sich immer neue [...]

Die Kinobesuche häufen sich in letzter Zeit stark und angesichts der Jahreszeit ist das auch kein Wunder. Jedenfalls war ich gestern Abend gemeinsam mit Jeli, Manu und Jojo in „8 Blickwinkel“ mit Dennis Quaid.
Grundsätzlich ist die Idee des Films nicht neu: Ein zentrales Ereignis wird aus verschiedenen Perspektiven mehrfach erzählt. Hieraus ergeben sich immer neue Facetten der Handlung und erst am Ende weiß man, wer wirklich was getan hat und mit wem unter einer Decke steckt oder nicht. Dieses Konzept kennen wir beispielsweise auch aus der einen oder anderen CSI-Folge oder der Simpsons-Episode „Trilogie derselben Geschichte“. Entscheidend ist bei solch einer Inszenierung immer die Umsetzung. Und die war… naja, ganz okay.
Kurzum: Es geht um einen Terroranschlag, der beim Besuch des amerikanischen Präsidenten und über hundert anderer Staatschefs (die natürlich völlig unwichtig sind) im spanischen Salamanca stattfindet. Mehr wird hier nicht verraten, ihr könnt also beruhigt weiterlesen.
Beim ersten Durchlauf der Geschichte wird der Zuschauer durch das rasche Aufeinanderfolgen der Ereignisse völlig überrumpelt. Aus der Sicht einer TV-Reporterin, die fassungslos vor der Kamera steht und versucht, das Geschehene in Worte zu fassen und ihrem Regieteam, das sich einen Überblick machen will, sehen wir die Katastrophe zum ersten Mal. Ich hatte Gänsehaut. Doch dann endet dieser „Blickwinkel“ abrupt und die Szene wird zurück gespult. Beim ersten Mal ist das noch ganz nett, doch spätestens beim dritten Durchgang wünscht man sich, der Filmtitel wäre „2 Blickwinkel“.
Dieser Durchhänger hält jedoch nicht lange an, denn im Laufe der Handlung fügen sich die Puzzleteile zusammen und der Kinobesucher erhält das was er erwartet: Spannung und Action. Ich persönlich fand die eine oder andere Entwicklung zwar recht vorhersehbar, doch alles in allem mangelt es im letzten Drittel des Films nicht an schockierenden Elementen und einer (etwas unrealistischen) rasanten Verfolgungsjagt, in der uns Michael Quaid zeigt, dass man auch ohne Airbag mit 120 km/h in zahllose Autos und einen LKW rasen kann und nicht einmal Schmutz auf den Maßanzug kommt.
Um nun nicht doch noch entscheidende Details aus „8 Blickwinkel“ zu verraten, endet meine kurze Kritik an dieser Stelle mit einer Empfehlung für Fans von Action und Waffengewalt mit einer Prise Ratespaß: Geht ins Kino! Alle anderen sollten aber zumindest den Kauf der DVD in Betracht ziehen.
(Bild: © Sony Pictures Digital Inc. / 8blickwinkel.de)
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