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Fulltext-Feed mit WordPress: Pro und Contra

Wer bloggt, hat in der Regel auch einen RSS-Feed, den interessierte Leserinnen und Leser abonnieren und so die Inhalte des Blogs verfolgen können. Einschlägige Blogging-Tools und -Services stellen meist automatisch Feeds zur Verfügung; das gehört zur Grundausstattung. Für den einen oder anderen stellt sich aber die Frage, was im Feed enthalten sein soll: Nur ein Auszug oder der gesamte Beitragstext?

Umsetzung in WordPress

In WordPress lässt sich im Backend bis einschließlich Version 2.3.x unter Einstellungen → Lesen → Feedeinstellungen Folgendes festlegen:

WordPress Fulltext Feed

Zu beachten ist hierbei besonders die Anmerkung. Demnach wird auch dann der Beitrag bei <!-- more --> gekürzt und mit einem „Weiterlesen“-Link versehen, wenn die obere Einstellung gewählt wurde. Wer das nicht möchte, kann sich des Plugins Full Text Feed bedienen.

Ab der kurz bevorstehenden Version 2.5 braucht es die Plugin-Lösung nicht mehr. Dann generiert WordPress von sich aus auf Wunsch einen ungekürzten RSS-Feed.

Fulltext-Feed: Ja oder nein?

Ich persönlich ziehe Fulltext-Feeds eindeutig gekürzten Feeds vor. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Viele Blogger (wie ich) neigen dazu, ausführliche Einleitungen zu ihren Beiträgen zu schreiben. Das ist schön, kann aber dazu führen, dass im gekürzten Feed gar nicht klar wird, worum es letztendlich im jeweiligen Beitrag geht. Nervig, wenn ich dann erst beim Besuch des Blogs herausfinden muss, dass mich das Thema eigentlich gar nicht wirklich interessiert.
  • Blog-Layouts haben auch immer etwas mit Geschmack zu tun. Manche gefallen mir halt weniger als andere. Manche sind in meinen Augen unübersichtlich und schlecht lesbar. Wenn mich das Blog inhaltlich trotzdem interessiert, will ich nicht aufgrund dieser Unwägbarkeiten auf das Lesen verzichten – und lese halt lieber im Feedreader.
  • Last, but not least, spart das Lesen im Feedreader einfach Zeit, weil man nicht immer zwischen Reader und Browser hin- und herswitchen muss.

Natürlich kann man auch umgekehrt argumentieren, nämlich dass gekürzte Feeds ja viel besser sind als Fulltext-Feeds. Der Knackpunkt hier ist meist der Wunsch nach höheren Besucherzahlen. Natürlich wird jemand, der den Feed nur in seinem Reader liest, nicht von den ganzen lustigen Counter- und Statistiktools erfasst. Man kann aber sehr wohl auch die Abonnenten des RSS-Feeds zählen (oder zählen lassen), beispielsweise durch Feedburner.

Zum Kommentieren muss man das Blog selbst besuchen. Mit dem Browser. Kommentieren die Leserinnen und Leser, die per Feedreader dabei sind, tatsächlich seltener? – Ich glaube nicht. Wenn mich ein Thema interessiert und ich meinen Senf dazu abgeben möchte, dann tue ich das. Und lasse mich auch nicht durch den einen Klick davon abhalten, den es kostet, vom Reader in den Browser zu wechseln.

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