24. Sep. ’08
10:23
von Florian / keine Reaktionen
Das Gute an Semesterferien ist, dass man (noch) viel mehr Zeit zum Lesen hat als sonst. Und so griff ich nach einigen historischen Romanen vergangene Woche nach Simon Becketts 2006 erschienenen Bestseller „Die Chemie des Todes“ (orig.: „The Chemistry of Death). Eine gute Entscheidung.
Zum Inhalt
Gebeutelt von einer alles umwälzenden persönlichen Tragödie flieht der angesehene forensische Anthropologe [...]

Simon Beckett – Die Chemie des Todes
Das Gute an Semesterferien ist, dass man (noch) viel mehr Zeit zum Lesen hat als sonst. Und so griff ich nach einigen historischen Romanen vergangene Woche nach Simon Becketts 2006 erschienenen Bestseller „Die Chemie des Todes“ (orig.: „The Chemistry of Death). Eine gute Entscheidung.
Gebeutelt von einer alles umwälzenden persönlichen Tragödie flieht der angesehene forensische Anthropologe David Hunter aus London in das kleine Dorf Manham und lässt sich dort als Landarzt nieder. Seine Vergangenheit scheint in weiter Ferne und vergessen. Doch dann geschieht ein grauenhafter Mord.
Mit nicht einmal 430 Seiten erscheint „Die Chemie des Todes“ auf den ersten Blick als leichte Kost für Zwischendurch. Das ist teilweise richtig, denn das Buch liest sich schnell und man ist damit durch, ehe man es sich versieht. Soviel zu „für Zwischendurch“. Dennoch ist „Die Chemie des Todes“ ein handfester Thriller mit packenden Wendungen und einem nicht ohne Weiteres vorhersehbaren Ende.
Der größte Teil der Geschichte wird aus der (Ich-)Perspektive David Hunters erzählt. Nur hin und wieder gewährt der Autor dem Leser kleine Einblicke über die Kenntnis der Protagonisten hinaus. Der Nebel lichtet sich aber erst ganz zum Schluss in einem furiosen Finale, dass einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Wer Thriller mag, wird „Die Chemie des Todes“ sicher ohnehin lieben. Ich, der ich eine Abwechslung zu meinem sonstigen Leseverhalten und eine Möglichkeit suchte, meinen literarischen Horizont zu erweitern, verschlang den ersten Teil der David-Hunter-Trilogie in wenigen Stunden. Und ich empfehle das Buch natürlich an dieser Stelle allen weiter, die sich mal ein bisschen leicht lesbaren aber schwer verdaulichen Nervenkitzel gönnen wollen.
Der zweite Teil der Reihe, „Kalte Asche“ (2007), steht schon auf meiner Wunschliste, mit „Leichenblässe“ erscheint im kommenden Jahr dann David Hunters letzter Fall.
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