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Bälgertreff bei McDonald’s

Heute Abend war ich mit meinen Eltern bei McDonald’s. Ein schwerer Fehler, wie sich herausstellte. Und das nicht etwa wegen der vielen Kalorien (ich weiß, ich bin zu dick!) oder der überhöhten Preise (ich weiß, ich bin Student!). Nein, offenbar war bei McDonald’s heute Kindertag.

Bereits beim Betreten des Lokals war mir die übermäßig starke Geräuschkulisse aufgefallen. Dann, wir versuchten in Ruhe zu essen und dachten an nichts Böses, platzte hinter meinem Vater und mir ein Luftballon. Mein Herz tat einen Sprung und das nicht vor Freude. „Magst du einen neuen Ballon haben?“, fragte die offenbar völlig unzurechnungsfähige Mutter. Bei ihr am Tisch saßen Tochter (etwa zehn Jahre klein) und Sohn (schätzungsweise fünf bis sechs).

Der Kleine erdreistete sich, das gerade erworbene Happy-Meal-Spielzeug der Tochter anzufassen und – haltet euch fest – auszuschalten. „Ich will das nicht mehr. Ich will ein neues [Spielzeug] haben!“, krisch das verwöhnte Gör aus voller Kehle. (Merke: All das spielte sich direkt hinter meinem Rücken ab.)

Die Mutter, ein Lehrbeispiel antiautoritärer „Erziehung“ versuchte zunächst ihr Balg zu beruhigen und ihm zu erklären, dass Brüderchen ja gar nichts kaputt gemacht habe. Schnell knickte sie dann aber ein: „Du kriegst ja gleich ein neues.“ – WTF?

Wenige Minuten später betrat ein sichtlich desinteressierter (Wochenend- ?)Vater mit seiner Tochter das Restaurant. Die Kleine, die ganze Zeit über den Farblolli in der Fresse, machte sich unverzüglich am Luftballonspender zu schaffen. Für Prinzessin Pimpernell nur das Beste: Es mussten gleich zwei Stück sein. In Gelb. Ihr ahnt es vielleicht schon: keine halbe Minute später tat es wieder einen markerschütternden Schlag. Den Vater in der Warteschlange interessierte das einen Dreck. Aber ihre Hoheit wusste sich selbst zu helfen. Mit einem ranzigen Ballon brauchte man der gar nicht zu kommen. Wieder bediente sie sich am Spender. Doch halt! Der ist ja weiß! Skandal! Auf den Fußboden damit. Noch ein gelber Ballon her. Papa bestellte derweil den Fraß für das kleine Monster.

Die ganze Zeit musste ich an zwei Dinge denken. An meine guten Manieren und daran:

Was meinst’n du?

Es gibt bisher 3 Reaktionen auf diesen Beitrag.

3 Kommentare

  1. du hast mein Mitleid. Ein absolutes Horrorszenario. Ich muss dazusagen das ich diese Fastfood-Läden selten betrete und freiwillig dort nichts esse, der letzte Burger ist 3 Jahre her. Preis/Leistung ist absolut nicht vorhanden und die nervigen Kindern tun ihr übriges :)

  2. Und die Moral von der Geschicht:

    Fahr in MacDrive oder halt auch nicht! :D

  3. Ach bin ich froh, dass ich dort nicht dabei sein musste! Der Filmbeitrag ist im übrigen sehr passend ausgewählt! Habe sehr gelacht, meine Mutter fand das nicht so amüsant..

    Banned Commercials - Durex
    finde ich auch sehr gut! Vielleicht eine Idee für die nächste Kostümparty?!

    Lieben Gruß

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