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Stöckchen: Wie wichtig ist Tagging?

Ich freue mich immer, wenn mir jemand ein Stöckchen zuwirft. Mein letztes ist eine ganze Weile her, doch nun ist es wieder soweit. Ganz besonders nett ist, dass das Stöckchen diesmal von einem mir bis dato völlig unbekannten Blog/Blogger kommt: nämlich von Paul-Anton Neumanns BlogTopf.

Doch nun zum eigentlichen Thema der Aktion: Wie wichtig ist Tagging?

Was ist Tagging

Unter Tagging (sprich: „Tägging“) versteht man die Zuordnung kurzer, aussagekräftiger Schlüsselworte (Tags) zu im Web veröffentlichten Inhalten. Das können Blogbeiträge sein, aber auch Fotos, Videos, Bookmarks, und so weiter. Auch ich benutze auf diesem meinem Blog Tags, um Beiträge inhaltlich zum umreißen und verwandte Inhalte schnell auffindbar zu machen.

Wie wichtig ist es denn nun?

Die Frage, die das Stöckchen stellt, ist schnell beantwortet: Tagging ist sehr wichtig. Aber es kann auch schnell zum Problem werden. So besteht die Gefahr, dass man in einer Art Tagging-Wut unzählige Schlüsselwörter produziert und den Überblick verliert. Das passiert mir ehrlich gesagt regelmäßig und ich muss immer mal wieder meine Tagwolke durchforsten, um ein Mal verwendete und nicht wirklich sinnvolle Tags auszumisten. Dennoch hat sich für mich das System bewährt, Beiträge zunächst in meine relativ allgemein gehaltenen Kategorien einzuordnen und über Tags detaillierter voneinander abzugrenzen.

Die richtige Mischung zwischen Kategorien und Tags muss jeder selbst finden. Mancher verzichtet vielleicht ganz auf das eine oder andere und nimmt die Einteilung über ein einheitliches System vor. Das ist durchaus in Ordnung, doch auch hier gilt: Zu viele Kategorien/Schlüsselwörter erzeugen schnell eine Unüberschaubarkeit, die letztlich dem Leser schadet, der über ein bestimmtes Thema weitere Inhalte desselben Autors abrufen möchte. Möglichst mit einem Klick.

So habe ich vor einiger Zeit damit begonnen, Tags sowohl als Unterkategorien als auch als eine Art themenübergreifende Katerogisierung anzusehen. So lassen sich hier zum Beispiel Beiträge, in denen ich ein bestimmtes Lied oder Album vorstelle unter dem Tag Musiktipp abrufen. Dies ist quasi eine Unterkategorie des Themas Musik, welches wiederum unter Multimedia liegt. Beiträge hingegen, in denen ich ein YouTube-Video eingebunden habe, haben den Tag YouTube, gleichwohl sie sich in vielen verschiedenen Kategorien tummeln.

Fazit

Ein Patentrezept gibt es sicher nicht. Jeder muss sein eigenes System finden. Tagging kann eine große Hilfe sein und ist es in der Regel wohl auch. Eine übertriebene, gar exzessive Nutzung von Tags kann das gesamte System aber ad absurdum führen. Und bis jemand etwas erfindet, was Tagging und Katerogisierung durch ein völlig neues, intuitives, dynamisches und automatisches System ersetzt, sind Tags und Kategorien gleichermaßen der beste Weg zur Vernetzung und Kenntlichmachung von Inhalten.

Ich hoffe, damit konnte ich die Frage des Stöckchen-Schöpfers ausreichend beantworten. Das Stöckchen selbst möchte ich aufgrund der recht speziellen Thematik niemandem absichtlich an den Kopf werfen und so bleibt es zur Selbstbedienung hier liegen.

Was meinst’n du?

Es gibt bisher 3 Reaktionen auf diesen Beitrag.

3 Kommentare

  1. Eeeks! Hübscher Artikel, aber ich muss natürlich äußerst aufdringlich, nörgelnd, nervend und egoistisch wie ich doch bin darauf hinweisen, dass der “Stöckchen-Schöpfer” ich bin :P Ansonsten schnieker Artikel ;)

    Lg .wired

    PS.: Ja, und ich habe jetzt auch einen weiteren, mir vorher nicht bekannten Blog, den ich häufiger lesen werde ;)

  2. Nett, dass es dich hierher verschlägt. Dein „Nörgeln“ kann ich allerdings nicht verstehen, habe ich doch das Stöckchen nicht bei die aufgehoben, sondern bei Blogtopf. Meines Wissens nach wird traditionell der allerursprünglichste Stöckchenschöpfer nicht unbedingt mit erwähnt.

    Den Eindruck, dass das Stöckchen im Ursprung vom Blogtopf stammt, erwecke ich meiner Ansicht nach im Beitrag auch nicht.

    Wie gesagt: Trotzdem danke für das Lob und dein Interesse an meinem Blog. Gegenbesuch nicht ausgeschlossen. :-)

  3. Das ist korrekt. Ich erwarte auch nicht einen Backlink, ich war mir durchaus bewusst, dass man normalerweise immer denjenigen erwähnt, von dem man das Blog-Stöckchen erhält. Mir gefällt nur nicht der Termus “Stöckchen-Schöpfer”, mehr habe ich nicht bemängelt ;) Naja vergessen wirs :D

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