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November 2009

2012

Wenn man schonmal in Berlin ist, dann geht man halt auch mal ins Kino. Roland Emmerichs Spezialeffekte-Epos „2012“ war der Film der Wahl.

Handlung

Im Prinzip keine.

Alibi-Handlung

Die Welt geht unter, was dem Zuschauer anhand ergreifender Einzelschicksale und pseudowissenschaftlicher Vorträge näher gebracht wird. Diese Szenen nehmen ca. drei bis fünf Prozent der Spielzeit von etwas über zweieinhalb Stunden ein. Der Rest kommt aus der Spezialeffekte-Abteilung.

Bewertung

Typisch Hollywood. Die USA finden nicht nur heraus, dass die Welt untergeht. Sie sagen auch allen anderen Nationen, was sie zu tun haben. Der US-Präsident (übrigens ein Afro-Amerikaner) ist die Selbstlosigkeit in Person, die anderen Staaten (darunter auch Deutschland, vertreten durch eine namenlose Dame, die Angela Merkel nicht im Entferntesten ähnelt) finden alles toll, was er vorhat.

Wenigstens ist es dieses Mal nicht der Mensch, der für den Weltuntergang verantwortlich ist, sondern eine ungünstige Planetenkonstellation, Sonneneruptionen und… ach, scheiß drauf. Die Effekte sind der Hammer. Daneben sind als Highlights zu nennen: Das Timing des Hauptdarstellers bei der Flucht vor der zusammenbrechenden Erdkruste, das Timing des Hauptdarstellers bei der Rettung der Menschheit sowie das Timing des Hauptdarstellers bei der Wahrnehmung seiner Rolle als Vater.

Es macht auch Spaß, die im Film auftretenden Staatsoberhäupter mit ihren realen Pendants zu vergleichen. Und der dicke Russe ist auch nicht schlecht.

Wer auf Action und Spezialeffekte steht, sollte sich „2012“ unbedingt antun. Zu viel sollte man aber von der praktisch nicht vorhandenen Handlung nicht erwarten. Die bekannten Hollywood-Elemente sind wieder vertreten: Eine Katastrophe, einige Einzelschicksale, eine Liebesgeschichte, Familienzusammenführung, Märtyrertum und seine Heiligkeit, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.


Berlin

Ich habe das Wochenende in Berlin verbracht. Es war mein zweiter Besuch in der Bundeshauptstadt. Dieses Mal mit Schatz.

Brandenburger Tor

Es hat wieder nicht zu einem Besuch des Reichstagsinneren gereicht. Schätzungsweise zwei Stunden zu erwartende Wartezeit erschienen wenig erstrebenswert. Aber tolles Wetter hatten wir, mit ganz wenigen Ausnahmen.

Neue Eindrücke: DDR-Museum – Geschichte zum Anfassen; Fahrt mit der „Kanzler-U-Bahn“ – Nett, aber irgendwie überflüssig.

Berlin U-Bahnstation Bundestag

Nicht eingesehen: Neues Museum für 10 Euro, Madame Tussaud’s für 19 Euro (!) pro Person. Ich würde fast schreiben, die Alte hat einen an der Klatsche. Aber wenn schon Ampelmännchen-Magnete 4 oder 5 Euro das Stück kosten…

Ansonsten: Bisschen Shopping, Weihnachtsmarkt-Hopping, Fast- und Asiafood-Eating, sowie Outsleeping (Ausschlafen). Ach, und von unserem Hotelzimmer, direkt am Hauptbahnhof, hatten wir einen tollen Blick auf Reichstag, Kanzlerinnenamt und beim Hinauslehnen sogar auf den Fernsehturm. Toll.


Logbuch der Bahnfahrt von Berlin nach Frankfurt

Zunächst: Ich schreibe diesen Blogbeitrag, während ich im ICE von Berlin nach Frankfurt am Main sitze. Veröffentlicht wird er mangels HotSpot erst nach Ende der Fahrt.

(20:06) Wir haben nun bereits mehr als eine halbe Stunde Verspätung, da wir zurzeit nicht schneller als 70 Kilometer pro Stunde fahren können. Den Grund habe ich vergessen, das Ergebnis zählt.

Immerhin gibt es jetzt für jeden Reisenden ein Freigetränk im Bordbistro. Entsprechend wenig ist dort gerade los. Daher sieht es momentan so aus, als würde ich auf das Angebot verzichten und das durstige Sitzen dem trinkenden Stehen vorziehen.

(20:34) Im schlimmsten Falle wird sich die Verspätung bis Frankfurt vervielfachen. Gerade sind wir in Wolfsburg – ca. eine Stunde später, als geplant. Wenn wir weiterhin nur 70 km/h fahren können, ist es unrealistisch, dass wir Frankfurt Hbf vor zwei Uhr nachts erreichen. (Noch einmal: Wenn du das liest, bin ich zu Hause angekommen und lache wahrscheinlich mittlerweile selbst über diese Chaosfahrt. Also keine Sorge.)

(20:40) Wir stehen noch immer in Wolfsburg. Die Weiterfahrt wird sich erneut verzögern. Offenbar liegt ein Schaden an unserem Zug vor. Wir dürfen jetzt außerplanmäßig in einen anderen ICE umsteigen. Natürlich wird dieser wohl entsprechend voll sein und mit Sitzplatzreservierungen ist da auch nichts mehr. Also bleiben wir lieber hier sitzen.

(21:26) Glück im Unglück: Wir mussten nun doch in Wolfsburg in den anderen ICE nach Frankfurt Hbf einsteigen. Da dieser durch die unplanmäßigen Zusteiger (uns) total überfüllt ist, dürfen wir nun sogar in der ersten Klasse sitzen. Ich gebe zu bedenken, dass wir für die Fahrt Frankfurt–Berlin und zurück für zwei Personen dank „Mauerfall-Spezial“ nur 88 Euro inklusive Sitzplatzreservierung bezahlt haben. Natürlich beschränkt auf die zweite Klasse. Da wir Frankfurt Hbf nicht mehr unter einer Stunde Verspätung erreichen werden, könnten sogar noch 25 Prozent Schadensersatz drin sein. Ob wir diese Möglichkeit nutzen, hängt in erster Linie davon ab, wie eilig wir es in Frankfurt haben werden, die S-Bahn nach Rödelheim noch zu erreichen.

(21:40) Jetzt sieht es gut aus. Offenbar ist dieser ICE nicht kaputt. Vielleicht erreichen wir Frankfurt Hbf doch noch vor Mitternacht. Wir sitzen übrigens im Ruhebereich. Die Durchsagen des Zugbegleiters erschallen hier aber in einer solchen Lautstärke, dass ich mich frage, warum nicht direkt Partytröten an jeden Passagier verteilt werden. Liefe angesichts der Länge und Häufigkeit der Durchsagen auf das selbe hinaus.

(21:46) In diesem Abteil riecht es gerade so, als bereite jemand Krautsalat zu. Es riecht nach Kohl. (Ich denke gerade ernsthaft über den Kauf eine UMTS-Sticks für mein MacBook nach. Dann könnte ich all das hier twittern bzw. live in mein Blog tippen.)

(22:00) Wenigstens gibt es hier eine (funktionierende!) Steckdose. So kann ich mein MacBook bis zur Ankunft nutzen. Vorausgesetzt, niemand hat diesen Platz reserviert. Zur Erinnerung: Ich sitze mit einem Ticket der zweiten in der ersten Klasse. Im falschen Zug.

Kurz nach Mitternacht kamen wir dann tatsächlich in Frankfurt an. Um viertel vor eins war ich schließlich im Bett. Immerhin musste ich heute Morgen um 6:30 Uhr aufstehen und in die Uni fahren. Die Reise hat sich gelohnt, die Bahnfahrt werde ich nicht so schnell vergessen. Und wie bereits prophezeit, kann ich heute schon drüber lachen, was mich gestern noch aufregte.


We apologize for travelling with Deutsche Bahn

Dank des „Mauerfall-Spezials“ der Deutschen Bahn hatte ich am Wochenende die Gelegenheit zu einer kurzen und relativ spontanen Berlintour. Statt für knapp 450 Euro konnten wir zu zweit für nur 88 Euro von Frankfurt am Main in die Hauptstadt und wieder zurück reisen.

Hier einige Eindrücke:

Hinfahrt (Frankfurt Hbf nach Berlin Hbf)

Auf dem Hinweg wurde nach bis dahin relativ ereignisloser Fahrt gemeldet, der ICE halte nicht in Wolfsburg. Fahrgäste, die dort aussteigen wöllten, müssten doch bitte eine Station früher raus und mit einem entsprechenden Ersatzverkehr weiter reisen. Anzumerken ist an dieser Stelle, dass bis dahin jede Durchsage der Zugbegleiterin mit einem mehr oder weniger angestrengten „Thank you for travelling with Deutsche Bahn“ (bzw. eher: „Sänkju for dräwelling wiss Deutsche Bahn“) beendet worden war.

Irgendjemand überlegte es sich dann aber anders. Nachdem alle betroffenen Reisenden (auch vier Personen aus unserem Abteil) den Zug verlassen hatten, hieß es, man halte nun doch in Wolfsburg. Alle wieder rein. Alle folgenden Durchsagen endeten dann mit „We apologize for any inconvenience“ (bzw. eher: „Wie ebolloscheis for ännie inkonwinienz“). Passte auch irgendwie besser.

Rückfahrt (Berlin Hbf nach Frankfurt Hbf)

Am Berliner Hauptbahnhof entschied ich mich ca. 45 Minuten vor Antritt der Rückfahrt, im Internet die Abfahrtszeit unseres ICE noch einmal zu überprüfen. „Halt entfällt!“ stand da bei Berlin Hbf. Panik!
Eine Nachfrage beim DB-Reisezentrum ergab dann aber, dass sich „Halt entfällt!“ lediglich auf den Halt am ursprünglichen Gleis (14) beziehe und nur bedeute, man habe den Zug auf ein andere Gleis (6) verlegt.

An Gleis 6 fuhr gerade ein ICE aus Stuttgart ein. „Bitte nicht einsteigen!“, war dort zu lesen. Dann änderte sich die Anzeige: „ICE nach Karlsruhe Hbf über Frankfurt Hbf“. Unser Zug. Yeah.

Nachfrage beim vorüberrennenden Zugbegleiter. „Ich weiß nicht, ob wir jetzt nach Karlsruhe fahren.“

Nachfrage beim einsteigenden Bordpersonal. „Wahrscheinlich ist das der nach Karlsruhe.“

Allgemeine Unsicherheit.

Diesen Text schreibe ich, während ich im mutmaßlich richtigen ICE sitze, für den am ersten Haltebahnhof nach der Abfahrt bereits die zweite Verspätung durchgesagt wurde.

„We apologize for travelling with Deutsche Bahn.“

Weitere Erlebnisse auf der Rückfahrt von Berlin nach Frankfurt am Main habe ich in diesem Beitrag quasi live niedergeschrieben.


New Moon (The Twighlight Saga)

Herrlich schmalzig. Mehr ist eigentlich zu „New Moon“/„Bis(s) zum Morgengrauen“ nicht zu sagen. Aber okay, etwas konkretere Infos und Eindrücke habt ihr schon verdient. Ich war übrigens wieder einmal mit Jeli im Kino.

Zur Handlung

Wer das Buch [„Bis(s) zur Mittagsstunde“] gelesen bzw. sich je nach persönlichen Lesevorlieben durchgefressen oder -gequält hat, den wird der Film nicht überraschen, was nicht überrascht. (Doppelt unüberraschend also.)

Vampir-Romeo Edward Cullen verlässt seine Bella, nachdem sich die grobmotorische Ziege an der messerscharfen Verpackung ihres Geburtstagsgeschenks schneidet und daraufhin beinahe von Bruder Jasper Hale zum Abendessen verspeist wird. Und wie das eben so ist: Vampir verlässt Mädchen, Mädchen sucht sich indianischen Werwolf. Genug der Spoiler.

Bewertung

Ja, was soll ich sagen. Ich persönlich fand ja, dass das erste Buch das einzig wirklich lesenswerte aus der Twighlight-Saga war. Gleiches scheint auch für die Filme zu gelten. Das beste an „New Moon“ waren die Zwischenkommentare, die Jeli und ich uns zuflüsterten. Wir hatten eine ähnliche Gaudi wie bei Film Nummer eins. Vielleicht liegt das auch daran, dass wir aus dem Alter raus sind, in dem wir uns über Dialoge freuen können, die in etwa so ablaufen:

„Du bist mein Leben, mein Herz und meine Seele“ – „Und du erst.“

Mein Tipp: (Nein, nicht Miracel Whip.) Anschauen und es mit Humor nehmen.


Mehr Gesten für die Magic Mouse

Vorgestern berichtete ich an dieser Stelle über MiddleClick, einem kleinen Tool, das der Magic Mouse von Apple eine virtuelle mittlere Maustaste verpasst und somit beispielsweise den Zugriff auf Exposé und Spaces ermöglicht.

Noch mehr Gesten, so zum Beispiel das Wischen mit drei Fingern nach oben, unten, rechts und links, bringt BetterTouchTool von Andreas Hegenberg aus München der Magic Mouse (oder dem Multitouch-Trackpad eines MacBook oder MacBook Pro) bei. Ich habe mir jetzt zwei Gesten eingerichtet, die denen meines MacBook ähneln: Wischen mit drei Fingern nach unten zeigt Exposé, nach oben zeigt den Schreibtisch. Einfach fantastisch.

Better Click: Mehr Gesten für die Magic Mouse


Schweinegrippe: Richtiges Händewaschen

Die Angst vor der Schweinegrippe ist allgegenwärtig. Ehrlich gesagt ist mir auch hin und wieder etwas mulmig zumute, wenn ich im voll besetzten Zug sitze und neben mir jemand laut, häufig und verschleimt hustet. Und auch an meiner Hochschule hat man sich gerüstet gegen die Seuche: Detaillierte Anleitungen zum korrekten Händewaschen hängen auf der Toilette, um auch ja jeden Keim im Keim zu ersticken. Da heißt es dann zum Beispiel:

Mit warmem Wasser die Hände ausgiebig waschen.

Dumm nur, dass die Hochschultoiletten lediglich mit kaltem Wasser versorgt werden. Und weiter:

Einwegtücher [aus Papier] zum Abtrocknen benutzen. Beim Verlassen der Toiletten den Türgriff nur mithilfe des Einwegtuchs anfassen.

In Zukunft nehme ich also eine Schere mit zur Toilette, um Streifen von der Endlos-Stoffhandtuchrolle abzuschneiden und mir diesen dann die Hände abzutrocknen. Guter Tipp.

Jedenfalls bin ich froh, dank des ausgeklügelten Sicherheitskonzeptes der Hochschule dort künftig vor der Schweinegrippe sicher zu sein.


Exposé mit der Magic Mouse aufrufen

Von Haus aus kann die Magic Mouse von Apple drei Gesten:

  • Scrollen – Hierzu wird mit dem Finger in der gewünschten Richtung über die Oberfläche der Maus gefahren
  • Bildschirmzoom – Bei gedrückter ctrl-Taste den Finger auf der Oberfläche der Maus hoch und runter bewegen
  • Navigation – Mit zwei Fingern nach Rechts bzw. Links wischen, um (z.B. in Safari oder Vorschau) vor-bzw. rückwärts zu navigieren

Wer sich jedoch an eine Maus mit programmierbaren Tasten gewöhnt hat, vermisst unter Umständen die Funktion, mit einem Klick Exposé, Spaces oder das Dashboard aufzurufen.

Bis Apple gegebenenfalls softwareseitig eine Möglichkeit bietet, der Magic Mouse zusätzliche Gesten beizubringen, kann sich der geneigte Mac-Anwender mit dem kleinen Tool MiddleClick von Clément Beffa behelfen. Das Programm ergänzt die Funktionen der Magic Mouse um einen Klick mit der physisch natürlich nicht vorhandenen mittleren Maustaste. Diese zusätzliche Maustaste kann dann in den Systemeinstellungen ganz einfach Exposé, Spaces oder dem Dashboard zugewiesen werden.

Exposé mit der Magic Mouse aufrufen

Per „Tap“ mit drei Fingern wird übrigens nicht nur die Magic Mouse, sondern auch das Multitouch-Trackpad eines MacBook oder MacBook Pro um eine zusätzliche „Maustaste“ erweitert.


Reboot tut gut.

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

ja, es ist amtlich: flomiscuous ist wieder da. Zunächst hatte ich geplant, hier keine Beiträge mehr zu veröffentlichen. Zu unübersichtlich waren die „Altlasten“, die sich im Laufe der Jahre in diesem Projekt und seinen Vorgängern angesammelt hatten. Daher sollte ein neues Projekt an anderer Stelle entstehen, in dem ich meine Bloglust befriedigen und meine Gedanken und diverse andere Unwichtigkeiten in die Welt hinaus werfen wollte.

Zu groß war aber die Wehmut, meinen angestammten Blogtitel aufzugeben, unter dessen Dach ich so lange Zeit meines Weblebens festgehalten habe. Daher habe ich mich nun doch dazu entschieden, den Namen beizubehalten. Allerdings beginne ich mit dem heutigen Tage ein neues Blog.

Die eben erwähnten Altlasten sind natürlich nach wie vor lesenswert und verschwinden daher auch nicht in der Versenkung. Wer alte Beiträge sucht, findet diese in meinem Archiv.

An dieser Stelle entsteht nun aber ein neues Blog. Bald dann auch mit selbst erstelltem Layout, bis dahin aber zumindest inhaltlich in gewohnter Qualität. :-)