Ja, ich gebe es zu. Ich esse bei McDonald’s zurzeit auch lieber ein Big-Tasty-Bacon-Menü, um sagenhafte neun Sticker für das Monopoly-Gewinnspiel zu erhalten.

Gestern wurde mir einmal mehr vor Augen geführt, wie gut die Marketingstrategie des Dickmacher-Unternehmens aufgeht. Jeli und ich hatten gestern Abend stets die Leute am Nachbartisch im Auge. Die beiden älteren Herrschaften sahen nicht so aus, als spielten sie mit beim großen Stickersammel-Wahn. Und tatsächlich. Die Gewinnspielaufkleber blieben an ihren Plätzen, auf Bechern und Burgerkartons.

Und was geschah dann? – Naja, wir verließen unseren Tisch eben zeitgleich mit den Nachbarn. Und ja, wir verweilten kurz vor dem Abräumwagen. Leider konnte ich den Becher des Herrn nicht finden. Aber Jeli ergatterte immerhin vier Aufkleber von den Burgerkartons. All das vor dem Hintergrund, dass der erhoffte Jackpot-Sticker, sollte es ihn denn überhaupt geben, wahrscheinlich bereits irgendwo in Deutschland, Österreich oder Luxemburg in irgendeiner McDonald’s-Filiale sang- und klanglos im Müll gelandet ist. Und es dort keine engagierten Sammler wie Jeli und mich gab, die ihn wieder heraus geholt haben.

Also: Greift zu, wenn ihr bei McDonald’s im Abräumwagen noch nicht abgelöste Sticker auf dem Müll anderer Leute seht. Penibel kann man nach Weihnachten immer noch sein.