#12 iOS 11: Licht und Schatten

Ich werde hier keine umfassende Berichterstattung über kleine und große Neuerungen in iOS 11 betreiben. Derlei Informationen sind vielerorts leicht zu finden. Ich halte es nicht einmal für erforderlich, an dieser Stelle Links zu einschlägigen Seiten zu setzen. Diese dürften allesamt bekannt sein.

Stattdessen möchte ich ganz kurz über einige Kleinigkeiten berichten, die mir bei iOS 11 positiv und negativ aufgefallen sind.

Positive Neuerungen in iOS 11

Hier ist zunächst das neu gestaltete Kontrollzentrum zu nennen, welches – nach wie vor – beim Wischen vom unteren Bildschirmrand nach oben erscheint. Es ist nun endlich wieder „einseitig“, das heißt eine Wischgeste nach links für die Musiksteuerung ist nicht mehr erforderlich. Auch wurde – für alle Geräte ab iPhone 6s – 3D Touch sinnvoll integriert, um die einzelnen Funktionsbereiche zu erweitern. So lässt sich beispielsweise die Taschenlampe in mehreren Helligkeitsstufen regeln. Die unteren Zeilen des Kontrollzentrums sind nun anpassbar. Für mich besonders willkommen ist die Möglichkeit, endlich auch direkt aus dem Kontrollzentrum den Wecker aufzurufen. Neu (zumindest meines Wissens) ist auch die Funktion einer Bildschirmaufnahme als Video. Bisher kannte ich nur Screenshots.

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#11 Menschen Leben Tanzen Welt

Der unglaublich scharfsinnige Jan Böhmermann hat anlässlich der kürzlich runter gespulten Echo-Verleihung bemerkt, wie „real“, „echt“ und von ganz unten aus den Seelen der wundervollen Künstler kommend deutsche Popmusik ist. Um dies zu verdeutlichen, hat er mit seinem Team die talentiertesten Songwriter der Branche an Land gezogen. Gemeinsam haben diese Feingeister unter monatelangem Einsatz all ihres Könnens ein Meisterwerk hergestellt – ach, was rede ich: erschaffen.

„Menschen Leben Tanzen Welt“ gibt es jetzt überall zu kaufen.

Die Hintergrundgeschichte sollte man sich, trotz für heutige Verhältnisse fast schon epischer Länge von 22 Minuten, unbedingt auch ansehen (Achtung, Eier!):

#10 Die Schöne und das Biest

Wer mich kennt, weiß: Ich liebe Disney-Filme. Und damit meine ich insbesondere die Klassiker vor und aus meiner Kindheit und Jugend. Dazu gehört definitiv „Die Schöne und das Biest“. Dementsprechend begegnete ich der aktuell im Kino laufenden so genannten Realverfilmung mit einer Mischung aus kindlicher Vorfreude (ja, so was kriege ich auch mit knapp dreißig Jahren noch zusammen) und Skepsis. Denn wenn in den vergangenen Jahren von „Remakes“ die Rede wahr, steckte nicht selten eine zwar bildgewaltige, aber gegenüber dem Original respektlose Verschandelung dahinter.

Nicht so bei „Die Schöne und das Biest“. Dieser Film ist ein Meisterwerk. Er lässt der Zeichentrick-Version, dem magischen Kunstwerk aus dem Jahr 1991, unangetastet ihren verdienten Platz in unseren Herzen und zollt ihr mit wunderschönen Bildern, einer behutsam wiedererzählten Geschichte und unglaublich vollkommener Musik Tribut.

Ich habe mehrfach geweint. Mal, weil mich Kindheitserinnerungen packten. Mal, weil der wundervoll arrangierte Soundtrack ohne Umwege ins Herz ging. Weiterlesen #10 Die Schöne und das Biest“

Microsoft, huh?

Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich diesen Werbespot zum ersten Mal sah. Die Webseite und das Programm „Songsmith“ gibt es offensichtlich noch immer.

Bemerkenswert, neben den grausamen Liedern und der unterirdischen schauspielerischen Leistung, sind für mich besonders zwei Dinge an diesem unfreiwillig komischen Video:

  1. Die Aussage des „Bandleaders“ (ein richtiger Rocker, der Gute): „Microsoft, huh? So, it’s pretty easy to use…“
  2. Familie Singsang trägt in diesem Video von Microsoft (!) zu einem Programm von Microsoft (!) die ganze Zeit ein MacBook Pro (inzwischen älterer Generation) von Apple (!) durch die Gegend, was man trotz der aufgeklebten Prilblumen sofort erkennt.

Mit diesem Kleinod wünsche ich euch ein schönes Wochenende!

#9 Wir sind Gaggenau!

Es ist bestimmt nicht alles toll in Gaggenau. Schon der Name ist furchtbar. Und um die Integration ist es – wie dieser Tage zu lesen – wohl nicht so gut bestellt dort in Baden-Württemberg, gar nicht so weit von der deutsch-französischen Grenze entfernt. Trotzdem bin ich stolz auf den Gaggenauer Bürgermeister Michael Pfeiffer (ja, einer von den falsch geschriebenen Pfeifers), der den Auftritt des türkischen Justizministers Bekir Bozdag in letzter Minute vereitelte.

Eine Demokratie lebt von Meinungs- und Redefreiheit, von der Möglichkeit, sich zu versammeln und seinen Standpunkt angstfrei zu vertreten. Sie, die Demokratie, muss aber auch wehrhaft sein und sich und die Menschen, die in und mit ihr leben, vor schädlichem Einfluss schützen. Das betrifft insbesondere Populismus und Radikalismus – von innen wie von außen. Dazu gehört es dann auch unbedingt, dass man politische Aufmärsche und Hetzereien des türkischen Regimes verhindert, das ein ehemals demokratisches Land in Diktatur und Despotismus stürzt. Wer, wie Thomas Oppermann (SPD), angesichts dieser versuchten Instrumentalisierung unserer hehren Grundrechte für klar rechtsstaatswidrige Zwecke für Toleranz wirbt, übersieht den Wehrhaftigkeitsanspruch eines funktionierenden demokratischen Systems und lässt sich erkennbar vor den Karren derjenigen spannen, die aus dem sprichwörtlichen Glashaus heraus mit ebensolchen Steinen werfen und meinen, Deutschland bräuchte eine Lehrstunde in Demokratie. Weiterlesen #9 Wir sind Gaggenau!“

#8 Helau!

Das schöne an selbstgemachten Regeln ist, dass man sie vollkommen sanktionslos ausdehnen und frei interpretieren kann. Wie man gerade lustig ist. Und da vor gerade einmal etwas über 11 Stunden die närrische Zeit (ob ihr sie Fastnacht, Fassenacht, Fasching oder – meinetwegen – Karneval nennt: egal!) endete und die 11 die närrische Zahl ist, war die vergangene Woche einfach mal 11 Tage lang und mein achter Wochenbeitrag kommt noch rechzeitig. Helau!

Ja, jetzt ist alles vorbei. Bis zum 11.11. hat die fünfte Jahreszeit Pause. Dieses Jahr durfte ich sie in vollen Zügen genießen. Hier ein paar Impressionen: Weiterlesen #8 Helau!“

#7 Kommentare im Internet lesen und ruhig bleiben

Heute verfolge ich das Ziel, mit meinem Beitrag einen echten Mehrwert zu bieten. Einem Lebensratgeber gleich möchte ich in den folgenden Zeilen die Online-Erfahrung jedes einzelnen vernünftig denkenden Menschen verbessern. Die Aufgabe ist einfach: Wie schaffe ich es, Kommentare im Internet zu ertragen?

Die Antwort: Geflissentlich ignorieren.

So, da das nun geklärt ist, kann ich mich noch ein bisschen über die ganzen Kotzbrocken ausmären. Ich glaube nicht an eine Hölle. Aber wenn man eine Weile online unterwegs ist und Kommentare liest und auch nur einen Bruchteil von dem Quatsch glaubt, was da manche von sich geben, weiß man: Wir leben in einer.

Es läuft in diesem Land wirklich alles schief. Wir werden von Verbrechern regiert, darum geht es uns allen so schlecht. Alles wird vertuscht und jeder wird gekauft. Auf unseren Schultern ruhen die Lasten dieser Welt und alle kommen nur in unser Land, um sich auf unsere Kosten zu bereichern. Dabei geht es denen doch sowieso schon viel besser als uns. Uns geht es nämlich schlecht. Keiner weiß es, weil alle Medien gleichgeschaltet sind. Das Kuriose daran ist, dass die Wahrheit über den Zustand unseres Landes so gut versteckt ist, dass nur minderbemittelte und ‑gebildete Legastheniker sie erkennen. Weiterlesen #7 Kommentare im Internet lesen und ruhig bleiben“

#6 Meine Woche so…

Ich möchte zunächst einmal dringend festhalten, dass ich es wieder – wenn auch auf den letzten Metern – geschafft habe, meinen anfänglichen Vorsatz zu erfüllen und mich hier auch in dieser Woche zu Wort zu melden.

Meine Woche war ziemlich anstrengend. Viel Arbeit, Griechisch lernen. Und langsam beginnen auch die organisatorischen Vorarbeiten für meinen dreißigsten Geburtstag im Sommer. Weiterlesen #6 Meine Woche so…“

#5 Trump: so-called President

Auf den letzten Drücker kommt hier mein wöchentlicher „Pflichtbeitrag“. Ich weiß nicht, ob ich hier regelmäßig über politische Themen schreiben werde, aber das muss jetzt mal raus.

„US-Präsident“ Trump ist kaum im Amt, schon passiert das Befürchtete. Sein sogenannter Muslim Ban, also das Dekret, mit dem er willkürlich ein pauschales Einreiseverbot gegen seiner Meinung nach schon aufgrund ihrer Religion potenziell gefährliche Menschen verhängte, wird richterlich – inzwischen schon in mehreren Instanzen – gestoppt. Trump twittert daraufhin bereits nach der ersten Entscheidung:

Was passiert hier? Einen Bundesrichter erklärt Trump kurzerhand zum „sogenannten“ Richter, dessen Entscheidung zur Lächerlichkeit, die nur vorübergehend Bestand haben kann. Donald Trump agiert damit in seinem gewohnten Muster: Wer ihn kritisiert, diskreditiert sich damit in seinen Augen vollständig. Ein Richter, der gegen ihn entscheidet, ist kein richtiger Richter. Meryl Streep, die ihn kritisiert, ist sowieso eine völlig überschätzte Schauspielerin. Auch Madonna (die Trum kritisiert), Alec Baldwin (der Trump parodiert) und so weiter sind natürlich auch absolut furchtbar, untalentiert, widerlich und so weiter. Punkt.

Trump als Manifestation der hässlichen Fratze des Social Web

Der „US-Präsident“ zeigt damit zwei Dinge:

Zunächst verhält sich Donald Trump um keinen Deut besser als die ganzen Idioten, die unter jedem Facebook-Post, der nicht zu 100 Prozent ihrer eigenen Lebensvorstellung entspricht, hetzerische Kommentare ablassen, die gleich undifferenziert auf die persönliche Ebene gehen. Wenngleich das in heftigen Diskussionen durchaus mal passieren kann – wir sind ja alle Menschen und können nicht aus unserer Haut – greift es doch in den letzten Jahren zunehmend geschwürartig in sozialen Netzwerken um sich. Weiterlesen #5 Trump: so-called President“