#3 Bose SoundTouch

Das soll jetzt hier nicht zu einem Technik-Blog ausufern. Der Vorteil an dieser Ablehnung einer Kategorisierung ist es, dass ich hier nicht neutral oder gar wissenschaftlich Produkte rezensieren muss. Das können andere viel besser.

Ich möchte daher sehr subjektiv und auch nicht allzu detailreich von einer kürzlichen Neuanschaffung berichten, die ich nicht mehr missen möchte: Ende vergangenen Jahres entschied ich mich relativ spontan dazu, den Grundstein für ein Multiroom-Audiosystem zu legen. (Mama, wenn du das liest: Das sind Lautsprecher, die in verschiedenen Räumen stehen und Musik spielen, ohne durch Kabel miteinander verbunden zu sein. Gesteuert werden sie über mein Handy. / Papa, wenn du das liest: Sag mir, was du hören willst. Ich drücke die Knöpfe. Finger weg!) – Kleiner Scherz am Rande.

Bis dato eher halbherzige Recherchen zum Thema ließen mich an zwei relevante Produkte bzw. Systeme denken: Sonos – offenbar das Urgestein, die Mutter der Multirooms – und Raumfeld von Teufel – meines Erachtens zumindest optisch ansprechender. Ich wurde eines Besseren belehrt.

Tatsächlich wurde ich zuerst durch Facebook-Werbeanzeigen auf das Pendant SoundTouch des Wettbewerbers Bose aufmerksam. Natürlich kannte ich Bose schon vorher – vom Hörensagen allerdings nur. Dass sie ein Multiroom-System anbieten, eigentlich nicht überraschend, war mir bis dahin schlicht entgangen.

SoundTouch vor Raumfeld vor Sonos

Und so wurden es, für den Anfang, zwei Bose SoundTouch 10 im so genannten Starterpack. Die beiden Hauptgründe sind einfach und schnell erläutert:

  1. Design. Sehr subjektiv, klar, aber für mich ist Raumfeld schöner als Sonos und SoundTouch schöner als Raumfeld.
  2. Bluetooth. Kaum zu glauben, aber das können die Mitbewerber nicht. Ich hätte wirklich gedacht, das sei eine Selbstverständlichkeit. Klar, über WLAN verbinden sie sich alle auf die eine oder andere Weise. Aber was, wenn ich meine wirklich sehr kleine und leichte Box zu meinen Freunden oder Eltern mitnehmen möchte und dort ohne Einrichtung über mein iPhone ein bisschen lauter und wohlklingender Musik zu hören, als ich es mit den Lautsprechern des Smartphones könnte? Bluetooth ist genau dafür perfekt geeignet. Bei Raumfeld und Sonos ist diese Einsatzmöglichkeit, die freilich nicht jeder benötigen wird, nicht gegeben. Sonos wirbt sogar damit, Bluetooth nicht zu unterstützen. Die dort aufgeführten Gründe sind ja auch nicht falsch. Aber warum nicht einfach beide Optionen anbieten? Bose macht es so.
Die SoundTouch-Familie von Bose: SoundTouch 30, 20 und 10 (v. l. n. r.); gibt es übrigens alle auch in weiß.

Hört nur, wie lieblich es schallt.

Wenn ich nun zum Klang komme, oute ich mich noch mal als Nicht-Tech- oder Musikblogger: Er war mir schlicht egal. Nicht generell. Aber ich bin keiner von den Liebhabern, die jede Nuance ihrer High-Resolution-Audioschätze mit allen Sinnen erleben wollen. Ich möchte bei Bedarf schnell und unkompliziert die Musik, das Hörbuch, das Hörspiel, den Podcast, den Radiosender hören, auf die/das/den ich gerade Lust habe. Und dass weder Sonos, noch Teuefel, noch Bose Lautsprecher bauen, die einen abgrundtief beschissenen Klang haben, ist ja wohl einigermaßen klar. Feine Unterschiede in der Hörqualität spielten mithin bei meiner Entscheidung für das Bose-System nicht wirklich eine entscheidende Rolle.

Was können die sonst noch?

Eigentlich sind auch hier die Unterschiede eher im Detail zu suchen und richten sich insbesondere nach den persönlichen Anforderungen an ein solches System. Ich konsumiere Musik fast ausschließlich über Spotify (Check!), eine dennoch große Anzahl Titel und Alben (digitalisierte CDs, iTunes- und Amazon-Downloads) befindet sich in meiner iTunes-Bibliothek und ruht auf meiner Synology-NAS (Check!). So einfach: Beides über die meines Erachtens sehr gut gemachte Bose-App verfügbar, damit für mich kaufbar.

Ein Alleinstellungsmerkmal, welches in puncto Kaufentscheidung eher das Zünglein an der Waage war, sind übrigens die Preset-Tasten, die in den drei „Kernprodukten“ der SoundTouch-Reihe (SoundTouch 10, 20 und 30 – es gibt aber noch viel mehr Komponenten, einschließlich eines „Adapters“ für die vorhandene Stereoanlage o. ä.), welche mutmaßlich künftig mein System bilden und ergänzen werden, enthalten sind. Gemeint sind die sechs Tasten, die sowohl über die App (also mit Smartphone, Table, Computer), über die jeder Box beiliegende Fernbedienung (ohne soeben aufgezähltes Dritt-Equipment) oder an den Boxen selbst (dann ganz ohne Zubehör) betätigt werden können. Sie lassen sich – wiederum nur per App – mit Playlists, Alben, Radiosendern usw. vorbelegen, um dann einfach Musik abzuspielen. Außer WLAN und Strom ist nichts weiter vonnöten. Toll!

Fazit

Seit etwas mehr als einem Monat klingen die beiden SoundTouch 10 nun schon durch meine Wohnung. Zwischenzeitlich beschallten sie auch die nicht bei mir stattfindende Silvesterparty. Einrichtung, Benutzung, Klang: Alles hervorragend. Ganz subjektiv. Für mich und meine Anforderungen an derlei Geräte. Ich spreche daher keine Kaufempfehlung aus. Jeder muss „sein“ System selbst finden. Aber es schadet sicher nicht, Bose SoundTouch auf dem Schirm zu haben, wenn man auf der Suche ist…

Übrigens gibt es immer mal wieder gute Angebote im Internet sowie im stationären Einzelhandel. Ein Preisvergleich lohnt sich. Ich selbst habe zum Beispiel bei Saturn fast 100 Euro gegenüber der UVP und 50 Euro gegenüber einer gleichzeitig laufenden Aktion von Bose selbst gespart.

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