Archiv für den Monat: September 2010

Am Wochenende fahren die Leute mit der Bahn, …

Was ich hier schreibe, sind keine abgedroschenen Klischees. Ich berichte viel mehr von tatsächlichen Gegebenheiten, die ich als routinierter Wochentags-Bahnfahrer erlebe, wenn ich, wie heute, auch am Wochenende mit dem Zug aus meiner Heimatregion nach Frankfurt am Main fahre.

Am Wochenende fahren nämlich schwerpunktmäßig die Leute Bahn, …

  • für die Zugfahren ein Abenteuer ist.
  • die ständig ihren Mitreisenden und sich selbst verbal mitteilen müssen, wo sie gerade sind. („Des is jetz Hanau.“)
  • die spätestens nach der ersten Station anfangen, das Zweite-Klasse-Abteil aus ihren mitgebrachten Vorräten an Schnittchen und Apfelsaftschorle wie einen Speisewagen zu bestücken.
  • die angestrengt versuchen, ihre weltfremde Unsicherheit mit uralten Witzen über die Themen „Bahnfahren“, „Verspätungen“ und „Wir sitzen bestimmt im falschen Zug.“ zu überspielen.
  • die, kaum im Zug sitzend, die Toilette suchen (natürlich unter lautstarkem Getöse), als gäbe es keinen Ort der Welt, an dem man sauberer und entspannter dem Ruf der Natur folgen könnte.
  • die nach dem vor- oder vorvorletzten Halt ihrer Reise hektische Aufbruchstimmung verbreiten und dann die restliche Fahrt stehend im Vorraum der Ausstiegstüren verbringen.

Wer auch schon einmal eine wochenendliche Bahnfahrt erlebt hat, weiß wovon ich hier rede. Die Liste darf natürlich ergänzt werden.