#7 Kommentare im Internet lesen und ruhig bleiben

Heute verfolge ich das Ziel, mit meinem Beitrag einen echten Mehrwert zu bieten. Einem Lebensratgeber gleich möchte ich in den folgenden Zeilen die Online-Erfahrung jedes einzelnen vernünftig denkenden Menschen verbessern. Die Aufgabe ist einfach: Wie schaffe ich es, Kommentare im Internet zu ertragen?

Die Antwort: Geflissentlich ignorieren.

So, da das nun geklärt ist, kann ich mich noch ein bisschen über die ganzen Kotzbrocken ausmären. Ich glaube nicht an eine Hölle. Aber wenn man eine Weile online unterwegs ist und Kommentare liest und auch nur einen Bruchteil von dem Quatsch glaubt, was da manche von sich geben, weiß man: Wir leben in einer.

Es läuft in diesem Land wirklich alles schief. Wir werden von Verbrechern regiert, darum geht es uns allen so schlecht. Alles wird vertuscht und jeder wird gekauft. Auf unseren Schultern ruhen die Lasten dieser Welt und alle kommen nur in unser Land, um sich auf unsere Kosten zu bereichern. Dabei geht es denen doch sowieso schon viel besser als uns. Uns geht es nämlich schlecht. Keiner weiß es, weil alle Medien gleichgeschaltet sind. Das Kuriose daran ist, dass die Wahrheit über den Zustand unseres Landes so gut versteckt ist, dass nur minderbemittelte und ‑gebildete Legastheniker sie erkennen. Weiterlesen #7 Kommentare im Internet lesen und ruhig bleiben“

#6 Meine Woche so…

Ich möchte zunächst einmal dringend festhalten, dass ich es wieder – wenn auch auf den letzten Metern – geschafft habe, meinen anfänglichen Vorsatz zu erfüllen und mich hier auch in dieser Woche zu Wort zu melden.

Meine Woche war ziemlich anstrengend. Viel Arbeit, Griechisch lernen. Und langsam beginnen auch die organisatorischen Vorarbeiten für meinen dreißigsten Geburtstag im Sommer. Weiterlesen #6 Meine Woche so…“

#5 Trump: so-called President

Auf den letzten Drücker kommt hier mein wöchentlicher „Pflichtbeitrag“. Ich weiß nicht, ob ich hier regelmäßig über politische Themen schreiben werde, aber das muss jetzt mal raus.

„US-Präsident“ Trump ist kaum im Amt, schon passiert das Befürchtete. Sein sogenannter Muslim Ban, also das Dekret, mit dem er willkürlich ein pauschales Einreiseverbot gegen seiner Meinung nach schon aufgrund ihrer Religion potenziell gefährliche Menschen verhängte, wird richterlich – inzwischen schon in mehreren Instanzen – gestoppt. Trump twittert daraufhin bereits nach der ersten Entscheidung:

Was passiert hier? Einen Bundesrichter erklärt Trump kurzerhand zum „sogenannten“ Richter, dessen Entscheidung zur Lächerlichkeit, die nur vorübergehend Bestand haben kann. Donald Trump agiert damit in seinem gewohnten Muster: Wer ihn kritisiert, diskreditiert sich damit in seinen Augen vollständig. Ein Richter, der gegen ihn entscheidet, ist kein richtiger Richter. Meryl Streep, die ihn kritisiert, ist sowieso eine völlig überschätzte Schauspielerin. Auch Madonna (die Trum kritisiert), Alec Baldwin (der Trump parodiert) und so weiter sind natürlich auch absolut furchtbar, untalentiert, widerlich und so weiter. Punkt.

Trump als Manifestation der hässlichen Fratze des Social Web

Der „US-Präsident“ zeigt damit zwei Dinge:

Zunächst verhält sich Donald Trump um keinen Deut besser als die ganzen Idioten, die unter jedem Facebook-Post, der nicht zu 100 Prozent ihrer eigenen Lebensvorstellung entspricht, hetzerische Kommentare ablassen, die gleich undifferenziert auf die persönliche Ebene gehen. Wenngleich das in heftigen Diskussionen durchaus mal passieren kann – wir sind ja alle Menschen und können nicht aus unserer Haut – greift es doch in den letzten Jahren zunehmend geschwürartig in sozialen Netzwerken um sich. Weiterlesen #5 Trump: so-called President“