#10 Die Schöne und das Biest

Wer mich kennt, weiß: Ich liebe Disney-Filme. Und damit meine ich insbesondere die Klassiker vor und aus meiner Kindheit und Jugend. Dazu gehört definitiv „Die Schöne und das Biest“. Dementsprechend begegnete ich der aktuell im Kino laufenden so genannten Realverfilmung mit einer Mischung aus kindlicher Vorfreude (ja, so was kriege ich auch mit knapp dreißig Jahren noch zusammen) und Skepsis. Denn wenn in den vergangenen Jahren von „Remakes“ die Rede wahr, steckte nicht selten eine zwar bildgewaltige, aber gegenüber dem Original respektlose Verschandelung dahinter.

Nicht so bei „Die Schöne und das Biest“. Dieser Film ist ein Meisterwerk. Er lässt der Zeichentrick-Version, dem magischen Kunstwerk aus dem Jahr 1991, unangetastet ihren verdienten Platz in unseren Herzen und zollt ihr mit wunderschönen Bildern, einer behutsam wiedererzählten Geschichte und unglaublich vollkommener Musik Tribut.

Ich habe mehrfach geweint. Mal, weil mich Kindheitserinnerungen packten. Mal, weil der wundervoll arrangierte Soundtrack ohne Umwege ins Herz ging.

Mit Alan Menken zeichnet der Schöpfer der unbeschreiblichen Musik des Originals auch diesmal für das Klangerlebnis verantwortlich. Mit „Ich warte hier auf sie“ (im Original: „Evermore“) hat er dem Biest eine traumhafte Ballade auf den pelzigen Leib geschrieben. Ob man die deutsche oder die englische Fassung mehr mag, ist egal. Man sollte jedenfalls beide mal gehört haben:

„Ich warte hier auf dich“/„Evermore“

Die Handlung

Kindheitserinnerungen

Die Story übrigens, so viel sei ohne große Spoiler verraten, lehnt sich sehr nah an dem Disney-Original von 1991 an. Es gibt einige kleine Veränderungen, die der Logik der Handlung durchaus gut tun. Wer sich zum Beispiel auch fragte, warum es in einem Kaff, in dem praktisch niemand lesen und schreiben zu können scheint und Bücher eher misstrauisch beäugt werden, einen Buchladen bzw. eine Bücherei gibt oder wie es kommt, dass in besagtem Dorf keiner das nah gelegene Schloss kennt und den darin allein lebenden minderjährigen Prinzen vermisst, wird sich über so manche Wendung im Remake freuen.

Hardcore Gay Porn XXX (Spoiler)

Ach, und dann gibt es ja noch die schwule Figur, von der viel Aufhebens gemacht wird. (Meines Erachtens gibt es sogar mehrere in dieser Hinsicht zumindest „verdächtige“ Nebencharaktere.) Dazu muss ich mich natürlich schon aus persönlichen Gründen äußern: (Achtung, Spoiler!) Ich finde, das Thema wird absolut überbewertet. Gut, wenn Gaston seinen besten Freund LeFou in der Dorfkneipe beidhändig fistet und gleichzeitig vom Biest oral befriedigt wird – das ist schon kurzzeitig recht zweideutig. Aber darum den ganzen Film in einigen Hinterwäldlerländern und -regionen nicht zeigen? C’mon. (Spoiler Ende!)

„How Does a Moment Last Forever“

Ich war eben schon zum zweiten Mal im Kino, um mir dieses wundervolle Märchen anzusehen. Es ist vermutlich der beste Film, den ich je gesehen habe. All die Hater hatten entweder keine Kindheit, haben kein Herz – oder einfach nur einen anderen Geschmack. Ich jedenfalls werde mich gleich wahlweise zu „Evermore“, „Tage im Licht“, „How Does a Moment Last Forever“ (übrigens im Film sehr ergreifend interpretiert von Kevin Kline, im Abspann ebenfalls traumhaft von Celine Dion) oder dem Titelsong „Die Schöne und das Biest“ in den Schlaf weinen – und träumen.

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