#4 Γεια σας! Με λένε Φλόριαν.

Meinen aktuellen Wochenbeitrag widme ich einem neuen Hobby von mir. Oder besser: Ich widme ihn einer neuen Ausprägung eines alten, aber seit längerer Zeit eher brach liegenden Hobbys von mir. Das alte Hobby ist Sprache, sind Sprachen. Die neue Ausprägung ist, dass ich seit Ende September 2016 Griechisch lerne.

Seit Schulenglisch und -französisch habe ich keine zusätzliche Fremdsprache mehr gelernt. Und da ich, wie einige wissen, griechisch liiert bin und mich die Herausforderung einer für mich nicht so einfach herleitbaren Sprache mit fremder Schrift reizte, landete ich relativ schnell beim Griechischen, dem Neugriechischen selbstredend, für die Erweiterung meines Sprachenportfolios.

Der Titel dieses Beitrages (Γεια σας! Με λένε Φλόριαν.) bedeutet, sinngemäß übersetzt, übrigens nichts anderes als „Hallo (ihr)! Ich heiße Florian.“

Das erste Semester (Griechisch 1) an der Volkshochschule Frankfurt am Main schließe ich übrigens demnächst, Anfang Februar, ab. Für den Folgekurs (Griechisch 2), der unmittelbar im Anschluss startet, bin ich bereits angemeldet.

Und, macht das Spaß? – Ja, definitiv. Es ist für mich nach Schule, Bachelor- und Masterstudium unglaublich befriedigend, etwas neues zu lernen, dass ich eigentlich nicht unbedingt brauche. Ich habe großes Vergnügen an der Aussprache und der Schreibung bestimmter Begriffe (dazu gleich mehr). Und da ein VHS-Kurs und das zugehörige Material sehr touristenfreundlich angelegt ist, ist bereits meine Lust geweckt, darüber hinaus die Tiefen der neugriechischen Grammatik zu erkunden. (Ungeachtet dessen versprach mir meine Lehrerin, dass ich bis zum fest geplanten Griechenlandurlaub im September treffsicher einen Kaffee werde bestellen können. Toi, toi, toi.)

VHS-Kurse werden mitunter belächelt. Ich kann das zum Teil verstehen, immerhin geht es hier nicht um ein wissenschaftliches Erforschen der Sprache und auch das Lerntempo ist überschaubar. Während mit die erste Tatsache wenig ausmacht, weil ich die Sprache ja zum Sprechen lernen möchte, hängt die Auswirkung der zweiten Tatsache entscheidend von mir ab. Denn weder muss ich die Hausaufgaben erledigen, die wir montagsabends – auf Schulstühlen in einem renovierungsbedürftigen Klassenraum sitzend – von der Lehrerin aufgegeben bekommen. Noch hindert mich irgendwer daran, im Selbststudium über das im Unterricht Besprochene hinaus nachzuschlagen, zu lernen und zu üben.

Das ist das schöne an einem Lernen nur für mich und ohne schulische Zwänge.

Eine kleine Auswahl des Griechischen

Aufgrund der bisher genannten Rahmenbedingungen (VHS, fremde Schrift) und weil ich die Sprache natürlich neben dem Berufs- und Freizeitalltag lerne, halten sich meine Kenntnisse noch in relativ engen Grenzen. Nichtsdestotrotz präsentiere ich hier – man möge es mir nachsehen, nicht ganz ohne Stolz – eine kleine, zufällige Auswahl des bisher Gelernten:

  • Was der Titel dieses Beitrages bedeutet, erwähnte ich ja bereits. Ausgesprochen wird er etwa so: Jia sas! Me lene Florian. Die hervorgehobenen Silben werden betont. Die Betonung erkennt man im Griechischen an dem kleinen Zeichen – dem Akzent oder auch Akut: ´ – auf dem Vokal der zu betonenden Silbe.
  • Es gibt sechs verschiedene „I/i“: Ι/ι, Η/η, Υ/υ, Ει/ει, Οι/οι, Υι/υι. Sie werden alle gleich ausgesprochen. Gleiches gilt für die beiden „O/o“: Ο/ο, Ω/ω.
  • Die Zahlen bis 100 kann man sich wunderbar in YouTube-Videos näher bringen, zum Beispiel hier:
  • Mein aktuelles Lieblingswort (es klingt so schön) ist das Verb δουλεύω. Es heißt „arbeiten/ich arbeite“ und spricht sich etwa so: thulewo, wobei das „th“ wie im englischen „this“ (also weich) ausgesprochen wird. Als regelmäßiges Verb wird es wie folgt konjugiert:
    • δουλεύω – ich arbeite (zugleich die Grundform)
    • δουλεύεις – du arbeitest
    • δουλεύει – er/sie/es arbeitet
    • δουλεύουμε – wir arbeiten
    • δουλεύετε – ihr arbeitet/Sie arbeiten (Höflichkeitsform)
    • δουλεύουν(ε) – sie arbeiten

Das mag für den Moment genügen. Ich habe schon Kopfschmerzen vom griechischen Schreiben mit der deutschen Tastatur. Ich hoffe allerdings, dass ich zumindest die Begeisterung und die Motivation vermitteln konnte, mit der mich dieses Projekt derzeit erfüllt.

Ich bedanke mich und wünsche eine schöne Woche!
Ευχαριστώ και καλή εβδομάδα!

2 Kommentare zu „#4 Γεια σας! Με λένε Φλόριαν.

  1. Hallo Flo,
    finde ich super!!
    Als nächste Sprache dann Russisch. Ich helfe Dir. 🙂
    Viel Erfolg weiterhin.

    1. Danke! Auch für das Unterstützungsangebot. Als nächstes möchte ich aber erst mal Italienisch lernen. Russisch ist aber definitiv nicht für immer ausgeschlossen.

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