Gestern Abend war ich mit meinem Schatz, einem weiteren Freund und – natürlich – Jeli im Special-Effects-Epos „Avatar“. Ich muss sagen, dass ich Jelenas überschwängliche Begeisterung nicht teilen kann – wenngleich der Film nicht schlecht ist.
Bild- und, wie allgemein bekannt, auch kostengewaltig setzte „Titanic“-Regisseur James Cameron eine Story um, die so oder so ähnlich schon tausend Mal erzählt worden ist: Junge und Mädchen aus unterschiedlichen Welten treffen aufeinander, hassen sich zunächst, lieben sich später. Hinter ihnen stehen völlig gegensätzliche Interessengruppen, die einander bekämpfen. Alles in Allem nichts, was man sich geschlagene 161 Minuten reinziehen müsste. Disneys „Pocahontas“ tut es da allemal.
Trotzdem ist „Avatar“, dieser überdimensionale Auftritt der Blue Men Group, einen Kinobesuch wert. Denn die detailintensiven Landschafts-, Tier- und Kampfszenen pressen einen doch zeitweise kraftvoll in den Kinosessel. Am Ende wartet man dann nur noch darauf, dass der böse Bube sein Fett weg bekommt.
Mehr möchte ich jetzt nicht über „Avatar“ schreiben. Schaut ihn euch an oder lasst euch vorher noch von Jelis Lobeshymnen mitreißen.
Wenn man schonmal in Berlin ist, dann geht man halt auch mal ins Kino. Roland Emmerichs Spezialeffekte-Epos „2012“ war der Film der Wahl.
Handlung
Im Prinzip keine.
Alibi-Handlung
Die Welt geht unter, was dem Zuschauer anhand ergreifender Einzelschicksale und pseudowissenschaftlicher Vorträge näher gebracht wird. Diese Szenen nehmen ca. drei bis fünf Prozent der Spielzeit von etwas über zweieinhalb Stunden ein. Der Rest kommt aus der Spezialeffekte-Abteilung.
Bewertung
Typisch Hollywood. Die USA finden nicht nur heraus, dass die Welt untergeht. Sie sagen auch allen anderen Nationen, was sie zu tun haben. Der US-Präsident (übrigens ein Afro-Amerikaner) ist die Selbstlosigkeit in Person, die anderen Staaten (darunter auch Deutschland, vertreten durch eine namenlose Dame, die Angela Merkel nicht im Entferntesten ähnelt) finden alles toll, was er vorhat.
Wenigstens ist es dieses Mal nicht der Mensch, der für den Weltuntergang verantwortlich ist, sondern eine ungünstige Planetenkonstellation, Sonneneruptionen und… ach, scheiß drauf. Die Effekte sind der Hammer. Daneben sind als Highlights zu nennen: Das Timing des Hauptdarstellers bei der Flucht vor der zusammenbrechenden Erdkruste, das Timing des Hauptdarstellers bei der Rettung der Menschheit sowie das Timing des Hauptdarstellers bei der Wahrnehmung seiner Rolle als Vater.
Es macht auch Spaß, die im Film auftretenden Staatsoberhäupter mit ihren realen Pendants zu vergleichen. Und der dicke Russe ist auch nicht schlecht.
Wer auf Action und Spezialeffekte steht, sollte sich „2012“ unbedingt antun. Zu viel sollte man aber von der praktisch nicht vorhandenen Handlung nicht erwarten. Die bekannten Hollywood-Elemente sind wieder vertreten: Eine Katastrophe, einige Einzelschicksale, eine Liebesgeschichte, Familienzusammenführung, Märtyrertum und seine Heiligkeit, der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
Herrlich schmalzig. Mehr ist eigentlich zu „New Moon“/„Bis(s) zum Morgengrauen“ nicht zu sagen. Aber okay, etwas konkretere Infos und Eindrücke habt ihr schon verdient. Ich war übrigens wieder einmal mit Jeli im Kino.
Zur Handlung
Wer das Buch [„Bis(s) zur Mittagsstunde“] gelesen bzw. sich je nach persönlichen Lesevorlieben durchgefressen oder -gequält hat, den wird der Film nicht überraschen, was nicht überrascht. (Doppelt unüberraschend also.)
Vampir-Romeo Edward Cullen verlässt seine Bella, nachdem sich die grobmotorische Ziege an der messerscharfen Verpackung ihres Geburtstagsgeschenks schneidet und daraufhin beinahe von Bruder Jasper Hale zum Abendessen verspeist wird. Und wie das eben so ist: Vampir verlässt Mädchen, Mädchen sucht sich indianischen Werwolf. Genug der Spoiler.
Bewertung
Ja, was soll ich sagen. Ich persönlich fand ja, dass das erste Buch das einzig wirklich lesenswerte aus der Twighlight-Saga war. Gleiches scheint auch für die Filme zu gelten. Das beste an „New Moon“ waren die Zwischenkommentare, die Jeli und ich uns zuflüsterten. Wir hatten eine ähnliche Gaudi wie bei Film Nummer eins. Vielleicht liegt das auch daran, dass wir aus dem Alter raus sind, in dem wir uns über Dialoge freuen können, die in etwa so ablaufen:
„Du bist mein Leben, mein Herz und meine Seele“ – „Und du erst.“
Mein Tipp: (Nein, nicht Miracel Whip.) Anschauen und es mit Humor nehmen.
Wenn alles gut geht, sind wir ab morgen nochmal fuer ein paar Naechte zurueck in Khao Lak. Dschungel ist echt nicht so mein Ding. #thailand vor 1 Woche
Internet kostet hier (Khao Sok) doppelt so viel wie in Khao Lak (2 Baht pro Minute) #thailand vor 1 Woche