Politik ist ein Mannschaftsspiel und kein Individualsport. Mit dieser Entgleisung macht der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) gegen seinen Parteikollegen, Bundesumweltminister Norbert Röttgen mobil. Letzterer ist nämlich nicht der Ansicht, dass sich ein Gesetz zur Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke so ganz ohne Zustimmung des Bundesrates aus der Hüfte schießen lässt. [via]
Denn die Länderkammer ist seit dem Wahldebakel von NRW bekanntlich nicht mehr in schwarz-gelber Hand. Deutschland ist also quasi von Wählerhand demokratisiert worden.
Und weil es in der Parteienlandschaft unserer Zeit unpopulär geworden zu sein scheint, eine eigene Ansicht auch gegen seine Parteikollegen zu vertreten, dreschen nun alle CDU-Kronprinzen auf Herrn Röttgen ein. Der interne Unionsputsch gegen die Kanzlerin und ihre Getreuen hat ein weiteres Spielfeld erreicht. Und statt auf dem Rücken des Bildungssystems wird nun auf dem der Umwelt um die Macht gepokert.
So oder so: Für die Zukunft sehe ich Schwarz. Ausnahmsweise mal ohne Gelb.
