#5 Trump: so-called President

Auf den letzten Drücker kommt hier mein wöchentlicher „Pflichtbeitrag“. Ich weiß nicht, ob ich hier regelmäßig über politische Themen schreiben werde, aber das muss jetzt mal raus.

„US-Präsident“ Trump ist kaum im Amt, schon passiert das Befürchtete. Sein sogenannter Muslim Ban, also das Dekret, mit dem er willkürlich ein pauschales Einreiseverbot gegen seiner Meinung nach schon aufgrund ihrer Religion potenziell gefährliche Menschen verhängte, wird richterlich – inzwischen schon in mehreren Instanzen – gestoppt. Trump twittert daraufhin bereits nach der ersten Entscheidung:

Was passiert hier? Einen Bundesrichter erklärt Trump kurzerhand zum „sogenannten“ Richter, dessen Entscheidung zur Lächerlichkeit, die nur vorübergehend Bestand haben kann. Donald Trump agiert damit in seinem gewohnten Muster: Wer ihn kritisiert, diskreditiert sich damit in seinen Augen vollständig. Ein Richter, der gegen ihn entscheidet, ist kein richtiger Richter. Meryl Streep, die ihn kritisiert, ist sowieso eine völlig überschätzte Schauspielerin. Auch Madonna (die Trum kritisiert), Alec Baldwin (der Trump parodiert) und so weiter sind natürlich auch absolut furchtbar, untalentiert, widerlich und so weiter. Punkt.

Trump als Manifestation der hässlichen Fratze des Social Web

Der „US-Präsident“ zeigt damit zwei Dinge:

Zunächst verhält sich Donald Trump um keinen Deut besser als die ganzen Idioten, die unter jedem Facebook-Post, der nicht zu 100 Prozent ihrer eigenen Lebensvorstellung entspricht, hetzerische Kommentare ablassen, die gleich undifferenziert auf die persönliche Ebene gehen. Wenngleich das in heftigen Diskussionen durchaus mal passieren kann – wir sind ja alle Menschen und können nicht aus unserer Haut – greift es doch in den letzten Jahren zunehmend geschwürartig in sozialen Netzwerken um sich. Weiterlesen #5 Trump: so-called President“