Es ist einmal mehr so weit: Facebook seine allgemeinen Geschäftsbedingungen, kurz: AGB (nicht: AGBs oder AGBehnesense) mal wieder richtig aufgebohrt, und irgendjemand ärgert sich darüber. Und das ist schade, weil Facebook es eigentlich nur gut meint und die ganzen Analphabeten, Hobbynörgler und ‑shitstormer, Kettenbriefschreiber, Nazis, Linksradikalen, Prolls, Spießer-2.0 und wie sie alle heißen wenigstens mit zu ihrem persönlichen Grad der Verwirrung und/oder Verblödung passenden Werbeeinblendungen versorgen möchte.

Es gibt nun also zwei Möglichkeiten: 1. Ertragen und lächeln. So werde ich es einstweilen handhaben, weil ich gegen die AGB sowieso nichts tun kann. Und mir meine Zeit zu schade ist, mich darüber aufzuregen, was wiederum nichts bringt. 2. Facebook-Account löschen und mal wieder an die frische Luft gehen. Menschen kennenlernen. Und anfassen. Im wahren Leben. Und in 3D.

Die dritte Möglichkeit, einen Protestpost zu verfassen, in dem mittels sperrig und erhaben klingender, doch meist falsch und sinnentleert aneinandergereihter pseudo-juristischer Begriffe Facebook jegliche Nutzungsrechte und Einverständnisse an irgendwas und irgendwem untersagt werden – und die Verfassungsgrundgesetze, Alter –, ist keine Möglichkeit, sondern ebenso wirkungsvoll wie das Weiterleiten von Kettenmails (oder: Ketten-ICQ-Spam, Freude meiner Jugend … „Sie suchen Inaktive!“, „Jede Nachricht kostet sonst 2 Cent!“ und so weiter) oder die Überweisung eines kleinen Vermögens an den Notar, der das Erbe des in Nigeria plötzlich verstorbenen Großonkels treuhänderisch verwaltet. Ich freue mich trotzdem wieder auf diverse Stilblüten dieser Art in den kommenden Tagen und Wochen.

Ich bin der Auffassung: Sollen sie doch meine Daten haben. Und mich mit Werbung eindecken. Die passt dann vielleicht wenigstens zu mir. Anders als die blöden kostenlosen Zeitungen. Die passen kaum noch in meine Altpapiertonne.