Wer sich wie ich für kategoriebasierte WordPress-Permalinks entschieden hat (z.B. /%category%/%postname%/), nimmt in Kauf, dass er einen Teil seiner Entscheidungsfreiheit aufgibt. Wird nämlich ein Beitrag mehreren Kategorien zugeordnet, entscheidet sich WordPress bei der Generierung des Permalinks für diejenige mit der niedrigsten ID.
Spezielle Kategorie vor allgemeiner
Dieses Problem hatte ich heute mit der Kategorie „Kurz notiert“, die als eine Art Sideblog alle schnell dahin geschriebenen Gedanken aufnehmen soll. Gleichzeitig assoziiere ich stets noch eine thematisch passende Rubrik (z.B. „Apple“) mit dem Beitrag. Und genau diese (auf den Inhalt des Beitrags hinweisende) Kategorie will ich für Suchmaschinen sichtbar als Keyword in der URL untergebracht wissen, beispielsweise so: http://flomiscuous.com/apple/wann-kommt-das-neue-iphone/
Der Workaround
Damit das auch dann funktioniert, wenn der betreffende Beitrag in der Kategorie „Kurz notiert“ ist, wird letzterer einfach eine höhere ID zugewiesen. Wie das ab WordPress 2.7 geht, steht beispielsweise hier. (Achtung! Bitte zuerst ein Backup der Datenbank anlegen, falls etwas schiefgeht. Wichtig ist, dass nicht aus Versehen eine ID doppelt vergeben wird. Daher sollte man großzügig nach oben springen.
In meinem Fall habe ich der eher allgemeinen Kategorie „Kurz notiert“ die utopisch hohe ID 9999 zugewiesen. Damit ist gewährleistet, dass stets die jeweils andere Kategorie, in der Regel also die themenbezogene, Teil der Beitrags-URL wird. Google freut sich.
Fazit
Wer aus Gründen der Suchmaschinenfreundlichkeit passende Keywords in seinen Permalinks unterbringen will, ist mit der %category%-Lösung auf einem guten Weg. Achtet man darauf, dass eher allgemein gehaltene Kategorien wie „Sideblog“, „Netzfundstück“ oder „Sonstiges“ eine höhere ID haben als die speziellen wie „iPhone“, „WordPress“ oder „Twitter“, sind die Beitrags-URLs in sich stimmig.

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